Klimaschutz

Bonn. -  Im Vorfeld der UN-Klimagespräche in Bonn hat die internationale Hilfsorganisation CARE Regierungen aufgefordert, sich stärker gemeinsam für die Anpassung an den Klimawandel einzusetzen und finanzielle Zusagen zu erhöhen. "Im Vergleich zu den Ausgaben für die Emissionssenkungen bleibt die Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel ein Stiefkind, nur etwa 20 Prozent der Klimafinanzierung sollen hier einfließen", sagte Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator bei CARE am Freitag.

germanwatchBerlin. - Nach übereinstimmenden US-Medienberichten wollen Berater Donald Trumps dem US-Präsidenten offenbar zum Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen raten. Davor warnt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: "Ein Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen wäre der Gipfel des Zynismus und der Dummheit. Dies würde alle Befürchtungen bestätigen, dass die US-Regierung die globale Klimakrise nicht einmal eindämmen will. Damit würde die US-Regierung auch die amerikanische Wirtschaft von der internationalen Energierevolution und Wachstumsmärkten der Zukunft abkoppeln."

amerika 21Havanna. - Der Ministerrat von Kuba hat kürzlich ein Dokument mit dem Kurztitel "Tarea Vida" (Lebensaufgabe) verabschiedet, mit dem ein neues Kapitel der Klimapolitik des Landes gestartet werden soll. Es hat eine größere Reichweite als frühere Pläne. Seine Durchführung erfordert ein systematisches Programm umfangreicher Investitionen die kurzfristig (2020), mittelfristig (2030) langfristig (2050) und sehr langfristig (2100) erfolgen werden. Das hat amerika21 am Mittwoch berichtet.

divestment mobilisierung

Berlin.  - Ab dem 5. Mai soll 10 Tage lang eine Aktionswelle über 39 Länder auf sechs Kontinenten hinweg rollen. Die Globale Divestment Mobilisierung erwartet tausende Teilnehmer. Aktivisten, Glaubensgemeinschaften, Wissenschaftler und vom Klimawandel Betroffene setzen ihre Hoffnungen auf die Divestment-Bewegung, die fordert Investitionen in fossile Brennstoffe zu stoppen.

Bern. - Die Anlagepolitik der Schweizer Nationalbank missachtet das UN-Klimaschutz­abkommen von Paris. Das hat die Klima-Aliianz in der Schweiz am Mittwoch beklagt. Mit einem Klimaschutz-Memento und einer Aktion der Klima-Allianz fordern 135 Persönlichkeiten die Schweizer Nationalbank anlässlich der Generalversammlung am 28. April 2017 auf, einen Ausstiegsplan aus fossilen Energien vorzulegen. Die Investitionen der Nationalbank in Kohle, Erdöl und Erdgas entsprechen dem jährlichen CO₂-Ausstoss der gesamten Schweiz.

germanwatchBonn. - Als einen "Rückschritt ins vergangene Jahrhundert" hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die energie- und klimapolitischen Verordnungen von US-Präsident Donald Trump kritisiert. "Damit katapultiert Trump die USA aus der internationalen Führungsrolle in der Klimapolitik, die die Obama-Administration gemeinsam mit China übernommen hatte", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Zudem meldet er die USA aus der Gruppe der innovativen und verantwortungsvollen Staaten ab."

germanwatchBerlin. - Unerwarteter Rückenwind für eine ambitionierte Umsetzung der Energie- und Klimaagenda der G20 zur Umsetzung des Paris-Abkommens: Mit einer gemeinsamen Stellungnahme haben die offiziellen Initiativen aus Wirtschaft (B20), Thinktanks (T20) und Zivilgesellschaft (C20) aus den G20-Staaten gemeinsam der deutschen G20-Präsidentschaft für eine solche Politik den Rücken gestärkt. Die G20 verantwortet rund vier Fünftel der globalen CO2-Emissionen. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch bewertet das Papier als "Aufruf zum politischen Mut an die G20-Staaten, nun den notwendigen ambitionierten Klimaschutz mit einer Rahmensetzung zu versehen, die zu einem neuen Wohlstandsmodell führt".

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