Klimaschutz

eea berichtLeipzig. - In Europa steigen durch den Klimawandel die Meeresspiegel und immer häufiger kommt es zu Extremwetterereignissen wie ausgeprägten Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürreperioden und Stürmen. Das ist einem jetzt von der Europäischen Umweltagentur (EEA) veröffentlichten Bericht zu entnehmen. Der Bericht, für den neueste Trends und Prognosen zum Klimawandel und seinen Folgen in ganz Europa ausgewertet wurden, gelangt zu dem Schluss, dass bessere und flexiblere Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Anpassung entscheidend dafür sein werden, ob es gelingt, diese Folgen zu mindern.

climate die 2017

Bonn. - Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) hat am Montag ein neues Online-Tool zur internationalen Klimapolitik, den NDC Explorer, vorgestellt. 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von vier Organisationen arbeiteten über sieben Monate an der Entwicklung von Datenbank und Tool. Der NDC Explorer öffnet ihre Analyse der nationalen Klimapläne für jeden, der einen effektiven Beitrag zur globalen Klimabewegung im Rahmen der UN Klimaverhandlungen beitragen möchte.

Frankfurt. - Verschwinden Pflanzenarten durch den Klimawandel, zieht dies wahrscheinlich den Verlust von Tierarten nach sich. Besonders bedroht sind Insekten, die auf die Interaktionen mit bestimmten Pflanzenarten angewiesen sind. Pflanzen verkraften hingegen das Verschwinden ihrer tierischen Partner besser. Das berichtet ein internationales Team unter der Leitung von Senckenberg-Wissenschaftlern in einer jetzt im Fachjournal "Nature Communications" veröffentlichten Studie.

Zürich. - Die Fischerei wird bei einem Einhalten des Pariser Klimaabkommens massiv profitieren. Das zeigt eine in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie von Klimaforschern der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) und der kanadischen University of British Columbia.

Jena. - Ein internationales Konsortium interdisziplinärer Wissenschaftler hat erstmalig ein Gesamtbild des globalen Methan-Haushalts und seiner rätselhaften Änderungen seit der Jahrtausendwende erstellt. Im Gegensatz zu Kohlendioxid hatte sich die Zunahme von Methan in der Atmosphäre in den späten 1990er Jahren gegen Null bewegt. Diese Stagnation hielt bis um das Jahr 2006, worauf ein erneuter Anstieg des Treibhausgases einsetzte. Seit 2014 steigt der Gehalt an atmosphärischem Methan in rasanter Geschwindigkeit, schneller als in den zwei Jahrzehnten zuvor und nähert sich damit bereits den klimaschädlichsten Treibhausgas-Szenarien.

germanwatchEssen. - Das Landgericht Essen hat die "Klimaklage" des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE am Donnerstag abgewiesen. Das Zivilgericht begründete dies unter anderem mit einer fehlenden "rechtlichen Kausalität", räumte aber gleichwohl eine mögliche "naturwissenschaftliche Kausalität" ein.

antarktis geographicalBremen. - Wissenschaftler wissen seit Jahrzehnten, dass kleine Veränderungen im Klima erhebliche Auswirkungen auf das massive Antarktis-Eisschild haben können. Nun legt eine neue Studie nahe, dass das auch umgekehrt der Fall sein kann. Ein internationales Forscherteam hat dafür Sedimente aus den vergangenen 8.000 Jahren untersucht. Ihre Entdeckung kann auch erklären, warum das Meereis in der südlichen Hemisphäre zugenommen hat, obwohl der Rest der Erde wärmer wird.

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