Klimaschutz

Berlin. - Die Entscheidung der US-Regierung für den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen ist bei Umwelt- und Entwicklungsorganisationen auf heftige Kritik gestoßen. Germanwatch, Oxfam und Greenpeace warfen US-Präsident Donald Trump vor, sich der Realität zu verweigern. Die Entscheidung sei ein "Akt der Ignoranz", ein "Fußtritt für den globalen Klimaschutz" und eine moralische Bankrotterklärung. Zudem schade die US-Regierung der eigenen Wirtschaft.

mccBerlin. - Die Verwendung energieeffizienter Technologien kann den globalen CO2-Ausstoß um acht Gigatonnen pro Jahr senken - fast doppelt so stark wie bisher angenommen. Voraussetzung wäre, dass zumindest die Energieeffizienz der bereits verfügbaren Technologien auch tatsächlich weltweit genutzt wird. Das gilt besonders für die Bereiche Raffinerieprodukte, Metallverarbeitung und Chemieprodukte und vor allem für den Austausch mit China und Indien – aber auch den USA. Das sind Ergebnisse der neuen Studie "Reducing global CO2 emissions with the technologies we have". Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie jetzt gemeinsam mit Forschern der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und des Zuse-Instituts Berlin im Fachmagazin Resource and Energy Economics veröffentlicht.

germanwatchBerlin. - Mit Erleichterung hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch auf die klimapolitischen Ergebnisse des G7-Gipfels in Taormina (Sizilien) reagiert. "Donald Trump ist auf sechs Regierungschefs gestoßen, die allesamt ihre Entschlossenheit zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens bekräftigt haben. Es gibt auch keine Abschwächung oder Neuinterpretation der Verpflichtungen im Abkommen", erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

germanwatchBerlin. - Harte Auseinandersetzungen um den Klimaschutz erwartet die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch beim am Freitag beginnenden G7-Gipfel auf Sizilien. "Die G7-Staaten müssen klare Zusagen abgeben, dass sie die Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens umsetzen werden", erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Die Bundeskanzlerin und die anderen Regierungschefs müssen US-Präsident Trump deutlich machen, dass auch er die Realität der globalen Klimakrise nicht wegwünschen kann. Entweder soll er beim Klimaschutz mitziehen oder wenigstens den Weg für die anderen frei machen."

greenpeaceTaormina/Sizilien. - Für mehr Gerechtigkeit im Umgang mit Menschen, die bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, haben Kletterer von Greenpeace am Donnerstag am G7-Tagungsort Taormina auf Sizilien protestiert. Einen Tag vor Beginn des G7-Gipfels hängten die Aktivisten ein 110 Quadratmeter großes Banner an eine Brücke unterhalb des auf einem Berg gelegenen Tagungsortes. Auf dem Banner stand: "Climate Justice Now!".

bmzBerlin. -  Klimarisikoversicherungen bieten schnelle Unterstützung gegen die Folgen von Naturkatastrophen und tragen gezielt dazu bei, die Schäden zu begrenzen. Zu diesem Schluss kommt eine vom Bundesentwicklungsministerium auf dem Petersberger Klimadialog vorgestellte Studie: Klimarisikoversicherungen ermöglichen demnach gerade im Vergleich zur klassischen Nothilfe einen verlässlichen und schnelleren Schutz.

unfcccBonn. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat eine positive Bilanz der Klima-Zwischenverhandlungen gezogen, die am Donnerstag in Bonn zu Ende gehen. "Diese Verhandlungsrunde hat gezeigt, dass es der Staatengemeinschaft ernst ist mit der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens", sagte Lutz Weischer, Teamleiter Internationale Klimapolitik bei Germanwatch. Auch die Hilfsorganisation CARE sah "moderate Fortschritte" bei der Vorbereitungskonferenz für den Klimagipfel im November in Bonn.

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