Klimaschutz

Bern. - Die Klima-Allianz Schweiz hat das vom Bundesrat vorgeschlagene CO2-Gesetz am Dienstag abgelehnt. Es enthält weder die Zielsetzungen des Pariser Klimaabkommens noch adäquate Umset­zungsmassnahmen. Für eine angemessene Umsetzung muss die wohlhabende Schweiz ihre Ambitionen verdoppeln. Und zwar in allen Sektoren. In den nächsten Tagen endet die Vernehmlassung des neuen Schweizer Klimagesetzes.

mccBerlin. - Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) wird im Kontext des sogenannten T20-Prozesses die Arbeitsgruppe "Climate Policy and Finance" leiten. Vor dem Hintergrund der deutschen G20-Präsidentschaft soll diese Arbeitsgruppe aus mehreren wissenschaftlichen Think Tanks in den nächsten Monaten für die Bundesregierung konkrete und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Klimapolitik entwickeln und vorstellen. Der offizielle Startschuss für die Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Think Tanks fällt am 3. Dezember mit einer Fachkonferenz am MCC.

germanwatch 150Essen.-  In der "Klimaklage" des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE hat das Landgericht Essen angekündigt, am 15.12. eine Entscheidung zu verkünden - entweder einen sogenannten Beweisbeschluss oder ein abschlägiges Urteil. Damit ist noch unklar, ob sich erstmals ein deutsches Zivilgericht im Detail mit der Frage beschäftigen wird, ob Mitverursacher des Klimawandels für den Schutz vor Risiken aufkommen müssen, die anderen infolge des globalen Klimawandels entstehen.

germanwatchBerlin. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch betrachtet den vom Bundesumweltministerium erarbeiteten Entwurf des Klimaschutzberichts 2016 als ehrliche Bestandsaufnahme. Darin räumt das Umweltministerium ein, dass die Bundesregierung mit den bisher im Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossenen Maßnahmen das Ziel für 2020 von 40 Prozent Emissionssenkung um mehrere Prozentpunkte verfehlen wird. Germanwatch sieht das als Weckruf.

unfcccMarrakesch. - Zum Abschluss der Weltklimakonferenz im marokkanischen Marrakesch haben nichtstaatliche Organisationen die konsequente Umsetzung des Klimaabkommens von Paris gefordert. Am Abschlusstag legten 47 der am meisten vom Klimawandel bedrohten Staaten Pläne vor, um ihre Energieversorgung so schnell wie möglich ohne Kohle und vollständig durch erneuerbare Energien sicherzustellen. Die Vereinten Nationen sprachen von einem "außerordentlichen Momentum" im Kampf gegen den Klimawandel.

wvMarrakesch . - Zum Ende des Klimagipfels in Marrakesch hofft die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision , dass die Versprechen im Hinblick auf die Unterstützung der Entwicklungsländer eingehalten werden. "Wir müssen schnell handeln“, so Angeline Munzara, World Vision Expertin für Existenzsicherung und Nahrungsmittelsicherheit.

germanwatch 150Marrakesch. - Das Klimaabkommen von Paris hat Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz weltweit Rückenwind gegeben. Der am Mittwoch vorgestellte Klimaschutz-Index 2017 von Germanwatch verzeichnet einen stabilen Aufwärtstrend. Insgesamt verlaufe die weltweite Energiewende aber noch zu langsam, um ihren Beitrag zu den Pariser Klimazielen zu leisten, warnte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten könnte in den USA den notwendigen Umbau verlangsamen oder gar abbremsen.

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