Klimaschutz

Frankfurt. - Im Karibikstaat Dominikanische Republik steht  die Deutsche Bank an der Spitze eines Finanzkonsortiums für zwei neue Kohlekraftwerke im Ort Punta Catalina. Die Bauaufträge für das 2 Milliarden US-Dollar teure Projekt hat der brasilianische Konzern Odebrecht erhalten. Diesem wird, laut Bank Track Bestechung im Bieterprozess vorgeworfen, sein Angebot gilt als massiv überteuert. Vertreter der Organisationen urgewald, Banktrack und CNLCC (Dom. Republik) fordern von der Deutschen Bank, aus dem Projekt auszusteigen.

germanwatch 150Bonn. - Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat am Freitag entschieden, dass die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya am 13. November mündlich verhandelt wird. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (6. - 17. Nov.), was dem Fall auch international noch zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren dürfte, berichtet Germanwatch.

Bonn. -  Im Vorfeld der UN-Klimagespräche in Bonn hat die internationale Hilfsorganisation CARE Regierungen aufgefordert, sich stärker gemeinsam für die Anpassung an den Klimawandel einzusetzen und finanzielle Zusagen zu erhöhen. "Im Vergleich zu den Ausgaben für die Emissionssenkungen bleibt die Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel ein Stiefkind, nur etwa 20 Prozent der Klimafinanzierung sollen hier einfließen", sagte Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator bei CARE am Freitag.

germanwatchBerlin. - Nach übereinstimmenden US-Medienberichten wollen Berater Donald Trumps dem US-Präsidenten offenbar zum Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen raten. Davor warnt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: "Ein Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen wäre der Gipfel des Zynismus und der Dummheit. Dies würde alle Befürchtungen bestätigen, dass die US-Regierung die globale Klimakrise nicht einmal eindämmen will. Damit würde die US-Regierung auch die amerikanische Wirtschaft von der internationalen Energierevolution und Wachstumsmärkten der Zukunft abkoppeln."

amerika 21Havanna. - Der Ministerrat von Kuba hat kürzlich ein Dokument mit dem Kurztitel "Tarea Vida" (Lebensaufgabe) verabschiedet, mit dem ein neues Kapitel der Klimapolitik des Landes gestartet werden soll. Es hat eine größere Reichweite als frühere Pläne. Seine Durchführung erfordert ein systematisches Programm umfangreicher Investitionen die kurzfristig (2020), mittelfristig (2030) langfristig (2050) und sehr langfristig (2100) erfolgen werden. Das hat amerika21 am Mittwoch berichtet.

divestment mobilisierung

Berlin.  - Ab dem 5. Mai soll 10 Tage lang eine Aktionswelle über 39 Länder auf sechs Kontinenten hinweg rollen. Die Globale Divestment Mobilisierung erwartet tausende Teilnehmer. Aktivisten, Glaubensgemeinschaften, Wissenschaftler und vom Klimawandel Betroffene setzen ihre Hoffnungen auf die Divestment-Bewegung, die fordert Investitionen in fossile Brennstoffe zu stoppen.

Bern. - Die Anlagepolitik der Schweizer Nationalbank missachtet das UN-Klimaschutz­abkommen von Paris. Das hat die Klima-Aliianz in der Schweiz am Mittwoch beklagt. Mit einem Klimaschutz-Memento und einer Aktion der Klima-Allianz fordern 135 Persönlichkeiten die Schweizer Nationalbank anlässlich der Generalversammlung am 28. April 2017 auf, einen Ausstiegsplan aus fossilen Energien vorzulegen. Die Investitionen der Nationalbank in Kohle, Erdöl und Erdgas entsprechen dem jährlichen CO₂-Ausstoss der gesamten Schweiz.

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