Klimaschutz

itfParis. - Die gegenwärtigen und die vorhersehbaren Maßnahmen zur Absenkung der weltweiten CO2-Emissionen aus dem Verkehr werden nicht genügen, um die Klimaziele der internationalen Gemeinschaft zu erreichen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des International Transport Forum (ITF) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die am Montag in Paris veröffentlicht wurde.

tropenwald blatt brasilienJena. - Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO2) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO2 umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen. Die Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen.

eea berichtLeipzig. - In Europa steigen durch den Klimawandel die Meeresspiegel und immer häufiger kommt es zu Extremwetterereignissen wie ausgeprägten Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürreperioden und Stürmen. Das ist einem jetzt von der Europäischen Umweltagentur (EEA) veröffentlichten Bericht zu entnehmen. Der Bericht, für den neueste Trends und Prognosen zum Klimawandel und seinen Folgen in ganz Europa ausgewertet wurden, gelangt zu dem Schluss, dass bessere und flexiblere Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Anpassung entscheidend dafür sein werden, ob es gelingt, diese Folgen zu mindern.

climate die 2017

Bonn. - Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) hat am Montag ein neues Online-Tool zur internationalen Klimapolitik, den NDC Explorer, vorgestellt. 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von vier Organisationen arbeiteten über sieben Monate an der Entwicklung von Datenbank und Tool. Der NDC Explorer öffnet ihre Analyse der nationalen Klimapläne für jeden, der einen effektiven Beitrag zur globalen Klimabewegung im Rahmen der UN Klimaverhandlungen beitragen möchte.

Frankfurt. - Verschwinden Pflanzenarten durch den Klimawandel, zieht dies wahrscheinlich den Verlust von Tierarten nach sich. Besonders bedroht sind Insekten, die auf die Interaktionen mit bestimmten Pflanzenarten angewiesen sind. Pflanzen verkraften hingegen das Verschwinden ihrer tierischen Partner besser. Das berichtet ein internationales Team unter der Leitung von Senckenberg-Wissenschaftlern in einer jetzt im Fachjournal "Nature Communications" veröffentlichten Studie.

Zürich. - Die Fischerei wird bei einem Einhalten des Pariser Klimaabkommens massiv profitieren. Das zeigt eine in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie von Klimaforschern der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) und der kanadischen University of British Columbia.

Jena. - Ein internationales Konsortium interdisziplinärer Wissenschaftler hat erstmalig ein Gesamtbild des globalen Methan-Haushalts und seiner rätselhaften Änderungen seit der Jahrtausendwende erstellt. Im Gegensatz zu Kohlendioxid hatte sich die Zunahme von Methan in der Atmosphäre in den späten 1990er Jahren gegen Null bewegt. Diese Stagnation hielt bis um das Jahr 2006, worauf ein erneuter Anstieg des Treibhausgases einsetzte. Seit 2014 steigt der Gehalt an atmosphärischem Methan in rasanter Geschwindigkeit, schneller als in den zwei Jahrzehnten zuvor und nähert sich damit bereits den klimaschädlichsten Treibhausgas-Szenarien.

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