Klimaschutz

greenpeaceTaormina/Sizilien. - Für mehr Gerechtigkeit im Umgang mit Menschen, die bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, haben Kletterer von Greenpeace am Donnerstag am G7-Tagungsort Taormina auf Sizilien protestiert. Einen Tag vor Beginn des G7-Gipfels hängten die Aktivisten ein 110 Quadratmeter großes Banner an eine Brücke unterhalb des auf einem Berg gelegenen Tagungsortes. Auf dem Banner stand: "Climate Justice Now!".

bmzBerlin. -  Klimarisikoversicherungen bieten schnelle Unterstützung gegen die Folgen von Naturkatastrophen und tragen gezielt dazu bei, die Schäden zu begrenzen. Zu diesem Schluss kommt eine vom Bundesentwicklungsministerium auf dem Petersberger Klimadialog vorgestellte Studie: Klimarisikoversicherungen ermöglichen demnach gerade im Vergleich zur klassischen Nothilfe einen verlässlichen und schnelleren Schutz.

unfcccBonn. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat eine positive Bilanz der Klima-Zwischenverhandlungen gezogen, die am Donnerstag in Bonn zu Ende gehen. "Diese Verhandlungsrunde hat gezeigt, dass es der Staatengemeinschaft ernst ist mit der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens", sagte Lutz Weischer, Teamleiter Internationale Klimapolitik bei Germanwatch. Auch die Hilfsorganisation CARE sah "moderate Fortschritte" bei der Vorbereitungskonferenz für den Klimagipfel im November in Bonn.

Frankfurt. - Im Karibikstaat Dominikanische Republik steht  die Deutsche Bank an der Spitze eines Finanzkonsortiums für zwei neue Kohlekraftwerke im Ort Punta Catalina. Die Bauaufträge für das 2 Milliarden US-Dollar teure Projekt hat der brasilianische Konzern Odebrecht erhalten. Diesem wird, laut Bank Track Bestechung im Bieterprozess vorgeworfen, sein Angebot gilt als massiv überteuert. Vertreter der Organisationen urgewald, Banktrack und CNLCC (Dom. Republik) fordern von der Deutschen Bank, aus dem Projekt auszusteigen.

germanwatch 150Bonn. - Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat am Freitag entschieden, dass die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya am 13. November mündlich verhandelt wird. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (6. - 17. Nov.), was dem Fall auch international noch zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren dürfte, berichtet Germanwatch.

Bonn. -  Im Vorfeld der UN-Klimagespräche in Bonn hat die internationale Hilfsorganisation CARE Regierungen aufgefordert, sich stärker gemeinsam für die Anpassung an den Klimawandel einzusetzen und finanzielle Zusagen zu erhöhen. "Im Vergleich zu den Ausgaben für die Emissionssenkungen bleibt die Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel ein Stiefkind, nur etwa 20 Prozent der Klimafinanzierung sollen hier einfließen", sagte Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator bei CARE am Freitag.

germanwatchBerlin. - Nach übereinstimmenden US-Medienberichten wollen Berater Donald Trumps dem US-Präsidenten offenbar zum Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen raten. Davor warnt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: "Ein Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen wäre der Gipfel des Zynismus und der Dummheit. Dies würde alle Befürchtungen bestätigen, dass die US-Regierung die globale Klimakrise nicht einmal eindämmen will. Damit würde die US-Regierung auch die amerikanische Wirtschaft von der internationalen Energierevolution und Wachstumsmärkten der Zukunft abkoppeln."

Back to Top