Globalisierung

misereorAachen/Berlin - Deutsche Unternehmen sind immer wieder direkt oder indirekt an Menschenrechtsverletzungen im globalen Süden beteiligt - so das Ergebnis einer Studie von MISEREOR, Brot für die Welt und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). Beispiele seien etwa der Zusammenbruch des Fabrikkomplexes Rana Plaza in Bangladesch, der Einsatz gesundheitsschädlicher Pestizide auf Plantagen in Malaysia oder menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in indischen Steinbrüchen. Doch die Studie "Unternehmen zur Verantwortung ziehen: Erfahrungen aus transnationalen Menschenrechtsklagen" habe auch gezeigt, dass aber Unternehmen so gut wie nie zur Verantwortung würden gezogen.

ccc dt-logoBerlin – Gemeinsam mit der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC), der BUNDjugend und Germanwatch fordert das entwicklungspolitische Netzwerk der neuen Bundesländer, INKOTA, dass das die irische Modekette Primark die Einhaltung der Menschenrechte sowie Sozial- und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette gewährleisten muss. Primark war in die Kritik geraten, da Kunden in verschiedenen Kleidungsstücken von Primark eingenähte Hilferufe gefunden hatten. „Unternehmen wie Primark müssen für Transparenz sorgen und die Verbraucher aufklären“, forderte Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk. Sei ihnen das wegen zahlreicher Zwischenhändler nicht möglich, müssten sie ihr Businesskonzept ändern, verlangte Hinzmann.

haensel heike 100Berlin. - Das Verfassungsgericht in Kolumbien hat am Freitag ein Präsidialdekret für verfassungswidrig erklärt, das das angestrebte Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union für illegal erklärte. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Heike Hänsel, sieht sich nun in ihrer Kritik an dem Vorhaben bestätigt.

maerkteBerlin. - Mit einer bunten Parade, mit zahlreichen Gewerkschaftsaktiven aus aller Welt und Betriebsrätinnen aus ausgegliederten Edeka-Märkten fordert die Kampagne "Eigentum verpflichtet - für gesetzliche Unternehmensverantwortung" zusammen mit der Supermarktinitiative im Rahmen der Labourstart-Konferenz am 24. Mai 2014 von Edeka, Verantwortung für existenzsichernde Arbeitsbedingungen entlang der Orangensaft-Lieferkette zu übernehmen.

mueller gerdBerlin. - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will die Sozialstandards in der Textilbranche mit einem neuen Gütesiegel verbessern. Am Mittwoch tagte ein Runder Tisch in Berlin, an dem rund 30 Vertreter der Textilindustrie, von Handel, Gewerkschaften und nichtstaatlichen Organisationen zusammenkamen. Die Pläne des Ministers stießen freilich nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Hilfsorganisationen auf Skepsis. Sie fordern bindende gesetzliche Regelungen.

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