Globalisierung

untragbar 150Berlin. - Ein Jahr nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch mit über 1.100 Toten und 1.500 Verletzten haben sich das entwicklungspolitische INKOTA-netzwerk, die Hilfsorganisation medico international und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit der gemeinsamen Initiative "#untragbar" an die deutsche Öffentlichkeit gewandt. Die Inititative fordert zu Solidarität mit den Opfern der Unglücke in den Textilfabriken Asiens auf.

bangladesch rana plaza kollaps 320Berlin/Zürich. - Ein Jahr nach dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesch fällt die Bilanz über die seither von der Textilindustrie geleisteten Anstrengungen gemischt aus. Zwar haben mehr als 150 Unternehmen das Abkommen über Gebäudesicherheit unterschrieben. Die ersten Fabrikinspektionen hatten im Winter begonnen. Bei der Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen herrscht jedoch Stillstand. Bis heute kamen erst 15 Millionen der benötigten 40 Millionen US-Dollar zusammen.

cir-nicht-die-bohne-wertMünster. - Ausbeutung und Dumpinglöhne sind im Bohnenanbau in Marokko weit verbreitet. Frauen leiden besonders unter den massiven Arbeitsrechtsverletzungen. Das zeigt die Studie "Nicht die Bohne wert" der Christlichen Initiative Romero (CIR), die am Donnerstag in Münster veröffentlicht worden ist.

ttipBerlin. - Während die Europäische Union im Rahmen der geheimen Verhandlungen über eine "Transatlantic Trade and Investment Partnership" (TTIP) mit den USA den Freihandel propagiert, errichtet die Gemeinschaft gleichzeitig Handelsbarrieren gegenüber ärmeren Ländern. Darunter leidet derzeit die umstrittene indonesische Palmöl-Industrie, die 6,7 Millionen Menschen in Lohn und Brot gebracht hat. Sie muss einen 20-prozentigen Preisaufschlag bei Exporten in die EU verkraften und sucht sich neue Märkte - insbesondere in den USA. Lobbyisten versuchen im Auftrag der Palmöl-Konzerne nach Kräften, den Schaden für die Finanzindustrie zu kompensieren.

computerproduktion china pcglobal 400Berlin. - Börsennotierte Unternehmen aus Europa sollen künftig über Risiken ihrer Tätigkeit für Menschen- und Arbeitnehmer-Rechte sowie die Umwelt berichten müssen. Darauf haben sich am Mittwoch die zuständigen Vertreter der Mitgliedstaaten in Brüssel nach zähen Verhandlungen geeinigt. Germanwatch und das CorA-Netzwerk für Unternehmens-Verantwortung kritisierte am Donnerstag die Bundesregierung, die sich der Stimme enthalten hatte.

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