Globalisierung

computerproduktion china pcglobal 400Berlin. - Börsennotierte Unternehmen aus Europa sollen künftig über Risiken ihrer Tätigkeit für Menschen- und Arbeitnehmer-Rechte sowie die Umwelt berichten müssen. Darauf haben sich am Mittwoch die zuständigen Vertreter der Mitgliedstaaten in Brüssel nach zähen Verhandlungen geeinigt. Germanwatch und das CorA-Netzwerk für Unternehmens-Verantwortung kritisierte am Donnerstag die Bundesregierung, die sich der Stimme enthalten hatte.

bericht mr wirtschBerlin. - Ein neuer Prüfbericht von Germanwatch und MISEREOR belegt die mangelnde Umsetzung der "UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte" in Deutschland. Deutsche Unternehmen geraten demnach im Ausland immer wieder in Konflikt mit den Menschenrechten. Importe von Kupfer aus Peru, Steinkohle aus Kolumbien und Textilien aus Bangladesch sind nur einige von vielen Beispielen, die der am Mittwoch vorgelegte Prüfbericht dokumentiert.

euBerlin. - Als Etappensieg wertet das globalisierungs-kritische Netzwerk Attac die Ankündigung von EU-Handelskommissar Karel de Gucht, die Verhandlungen um ein Klagerecht für Konzerne im geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) auszusetzen. Medienberichten zufolge hat de Gucht in einem Brief an die zuständigen EU-Minister verlangt, das betreffende Investitionsschutz-Kapitel (investor-state dispute settlement, ISDS) erst nach dreimonatigen öffentlichen Anhörungen weiter zu verhandeln.

attac konzernsteuer bachmann 150Frankfurt am Main. - Angesichts der drohenden Verwässerung der Finanz-Transaktions-Steuer (FTT) haben in einer europaweiten Aktion mehr als 300 zivilgesellschaftliche Organisationen offene Briefe an Regierungschefs geschrieben. Adressaten der Aktion für eine umfassende FTT waren neben Bundeskanzlerin Angela Merkel Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Frankreichs Präsident François Hollande, die spanischen und italienischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und Enrico Letta sowie Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann.

industri all gewerkschaftenBerlin. - 91 nichtstaatliche Organisationen, darunter das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und acht seiner Partner, fordern von der kambodschanischen Regierung ein Ende des Versammlungsverbots. Die internationalen und kambodschanischen Verbände verlangen einen gewaltfreien und demokratischen Umgang mit Protesten der Bevölkerung, insbesondere der Menschen in der Textilbranche.

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