Kunst

Ina Zeuch: King Kong and MeDrei Momente, drei Szenen, die nacheinander wie Schnappschüsse aufgereiht sind. Ein Auto fährt vorbei, davor steht in Rückenansicht ein Mann mit Baseballmütze. Szene zwei: ein Fernseher, auf dessen Bildschirm eine rothaarige Frau zu sehen ist,  möglicherweise aus einer Soap. Das dritte Bild dieses "Kurzfilmes", wie die Künstlerin Ina Zeuch solche Gemälde betitelt, in denen sie mehrere Straßenszenen aneinander reiht, zeigt wieder das Auto. Daran gelehnt diesmal ein junger Mann im Gespräch mit dem Fahrer. Der anonyme Mann mit Basecap ist nur noch am Rande sichtbar. Mit der Darstellung des Banalen und Alltäglichen, wie dieser Szene in den Straßen Dakars, gelingt es der Künstlerin Authentizität zu vermitteln. Ein Porträt von Anne Klinnert.
Skulptur aus Westafrika. Foto: Galerie Hermann, Berlin
Essen (epo.de). - Die Freie Universität Berlin erhält als erste Universität in Deutschland einen Lehrstuhl, der sich der Kunst Afrikas, ihrer Geschichte und ihrer Wirkung in Europa und weltweit widmen wird. Die Professur wird während ihrer Aufbauphase fünf Jahre lang mit 1,65 Millionen Euro von der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen gefördert.
UNICEF Foto des Jahres SinclairBerlin (epo.de). - Die amerikanische Fotografin Stephanie Sinclair ist Siegerin des internationalen Wettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres". Ihre Aufnahme zeigt ein Brautpaar in Afghanistan, das gegensätzlicher kaum sein könnte. Der Bräutigam Mohammed wirkt mit 40 Jahren wie ein alter Mann, die Braut ist noch ein Kind. Ghulam ist gerade mal 11 Jahre alt. "Das UNICEF-Foto des Jahres 2007 macht uns auf ein weltweites Problem aufmerksam. Millionen Mädchen werden noch im Kindesalter verheiratet - ein selbstbestimmtes Leben bleibt den meisten dieser Kinderbräute für immer verwehrt", sagte UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler bei der Preisverleihung in Berlin.
RindBerlin (epo.de). - Die Berliner Galerie Peter Herrmann präsentiert in ihrer jährlichen Ausstellung zu traditioneller afrikanischer Kunst mehr als 60 Bronzeobjekte aus Ife und Benin. Mit der ungewöhnlich großen Ansammlung von Objekten aus dem 11. bis 19. Jahrhundert kann ein bemerkenswerter Teil nigerianischer Kultur in erstaunlicher Bandbreite vorgestellt werden. Zu sehen sind sowohl Köpfe und Figuren aus Ife als auch Reliefs, Köpfe, Figuren und Tierdarstellungen aus Benin. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. April 2007 zu sehen.

Karikatur von Suresh SawantFrankfurt a.M. (epo). - Karikaturen können die Welt bewegen. Das zeigt der Streit um die Mohammed-Karikaturen. Können Karikaturen auch das Verständnis für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wecken und vertiefen? Die Zeitschrift e1ns Entwicklungspolitik und das Dritte Welt JournalistInnen Netz (DWJN) hoffen zumindest, dass eine plakativere Darstellung der komplexen Entwicklungs-Thematik das Blatt zum Positiven wendet. Mit einer Wanderausstellung soll die Thematik einer breiteren Öffentlichkeit nahe gebracht werden. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung mit der Vorsitzenden von UNICEF Deutschland, Schleswig-Holsteins Ex-Ministerrpräsidentin Heide Simonis, findet am 17./18. März im Schulmöbelmuseum in Tauberbischofsheim statt.

MDG, Suresh SawantFrankfurt (epo). - Der indische Cartoonist Suresh Sawant hat den vom Dritte Welt Journalisten Netz (DWJN) und der "Zeitschrift Entwicklungspolitik" ausgelobten ersten Karikaturenwettbewerb zu den Millenniums-Entwicklungszielen (MDG) der Vereinten Nationen gewonnen. Die Karikatur des in Mumbai (Bombay) lebenden Künstlers zeigt Helfer, die mit umfangreicher Ausrüstung auf einer Schnecke unterwegs sind, um einen weit entfernt wartenden Armen zu retten.

Düsseldorf (epo). - Eine interessante Gegenüberstellung von Studiofotografie und freien künstlerischen Arbeiten ermöglicht zur Zeit die Ausstellung "Flash Afrique" im Düsseldorfer NRW-Forum mit sechs Fotografen aus Westafrika, die von der Kunsthalle Wien übernommmen wurde. Der Untertitel der Schau "Kunst aus westafrikanischen Metropolen" ist allerdings etwas großspurig geraten. Denn tatsächlich stammen die Künstler aus genau drei Metropolen: Dakar, Abidjan und Bamako. Mit dem Stichwort Metropolen, greift der Titel das Thema Urbanität und Marginalisierung auf, das in der aktuellen westlichen Kunstszene zur Zeit en vogue ist.

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