ICT4D

Christian KreutzBerlin (epo.de). - In Afrika entwickelt sich mit Hilfe von Mobiltelefonen zunehmend eine Gegenöffentlichkeit, die es den Menschen erlaubt, von passiven Informationsempfängern zu aktiven Nutzern zu werden. “In Afrika passiert viel mehr als hier, und es ist viel spannender”, berichtete der Medienberater für Bürgermedienprojekte in Afrika und Asien, Christian Kreutz, auf einer Tagung des Forums Medien und Entwicklung (FoME) am Freitag in Berlin. Im FoME arbeiten Institutionen wie die Deutsche Welle, die politischen Stiftungen, Consultings und Medienexperten zusammen, die Medien in Entwicklungsländern mit Know-how und Förderprojekten zu mehr Qualität und Professionalität im Journalismus verhelfen wollen.
Paris/Johannesburg (epo.de). - Der weltweit drittgrößte Telekomausrüster Alcatel-Lucent hat den Auftrag erhalten, ein 14.000 Kilometer langes Glasfaserseekabel von Südafrika nach Portugal zu verlegen. Das West Africa Cable System (WACS) Projekt hat Medienberichten in Südafrika zufolge einen Auftragswert von rund 600 Millionen US-Dollar und sollte ursprünglich bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika fertig werden. Jetzt wird mit der Inbetriebnahme im Jahr 2011 gerechnet.
Berlin (epo.de). - Malaysias Premierminister Abdullah Ahmad Badawi räumte nach dem Verlust seiner Zweidrittelmehrheit bei den Wahlen im März 2008 ein, sein größter Fehler sei es gewesen, den Einfluss des Internet zu unterschätzen. Die Kenya Anti-Corruption Commission (kacc.go.ke) hat mit deutscher Unterstützung ein "Anonymous Whistleblower's System" eingerichtet, über das Korruptionsfälle vertraulich angezeigt werden können. Die Website Sokwanele (“Genug ist genug”)  dokumentiert auf einer interaktiven Landkarte den staatlichen Terror im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen 2008. Die digitalen Medien sind zu einem Machtfaktor geworden. Eine von InWEnt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veranstaltete internationale Medienkonferenz nahm sich jetzt in Berlin des Themas an.
Solar-HandyHannover (epo.de). - Zum Start der Computermesse CEBIT am Dienstag in Hannover hat Germanwatch gefordert, nicht nur auf die Energieeffizienz von Produkten zu achten, sondern die gesamte Lieferkette auf Sozial- und Umweltverträglichkeit hin zu optimieren. “Wir meinen, dass innovative energieeffiziente Produkte erst der Anfang sind. Die Umweltprobleme in der gesamten Lieferkette und die Arbeitsbedingungen derer, die unsere Unterhaltungselektronik produzieren, dürfen dabei nicht vergessen werden”, erklärte Cornelia Heydenreich von Germanwatch.

solares Mobiltelefon

Barcelona/Berlin (epo.de). - Die chinesische ZTE Corporation, nach eigenen Angaben der weltgrößte Hersteller von Telekommunikationsausrüstung und Netzwerklösungen, hat auf dem Mobile World Congress 2009 in Barcelona gemeinsam mit der Digicel Group das erste solar betriebene "Low-cost"-Mobiltelefon vorgestellt. Das "Coral-200-Solar" nutzt die Solartechnologie des niederländischen Unternehmens Intivation, soll weniger als 40 US-Dollar kosten und in Entwicklungsländern auf den Markt kommen.

Berlin (epo.de). - Schätzungsweise 3,8 Milliarden Menschen, die Hälfte der Weltbevölkerung, haben statistisch gesehen Zugang zu einem Mobiltelefon. 1,5 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern besitzen ein Mobiltelefon und können lesen und schreiben. Doch viele haben keine Arbeit und leben von weniger als drei US-Dollar pro Tag. Diese Umstände macht sich ein neues Startup-Unternehmen zu Nutze, das von Nathan Eagle, einem Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT), gegründet worden ist. "txteagle" vermittelt per SMS Mini-Aufträge an die Handy-Nutzer, etwa kleine Übersetzungsarbeiten, die Verschlagwortung von Fotos oder die Niederschrift einer Audio-Datei.

ROGBerlin (epo.de). - Mindestens 60 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2008 während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das ist ein Ergebnis der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Jahresbilanz 2008 von Reporter ohne Grenzen (ROG). 673 Journalisten wurden im Laufe des Jahres festgenommen, 929 erlitten Gewalt oder wurden bedroht und 29 wurden entführt.
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