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Billig-Laptop vom MITRedmond/Berlin (epo.de). - Das weltgrößte Software-Unternehmen Microsoft will Presseberichten zufolge ein kostengünstiges Smartphone für den Einsatz in Entwicklungsländern entwickeln. Der Forschungschef des US-Konzerns, Craig Mundie, habe auf einem Analystentreffen am Firmensitz in Redmond das Prinzip eines "Mobiltelefon-PCs" vorgestellt, berichtet der Branchendienst "heise online". Es stehe aber noch nicht fest, ob das Gerät als Konkurrenz für den "Billig-Laptop" (Foto) auf den Markt kommen werde.

GoogleBerlin/Paris (epo). - Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat die jüngsten Pläne des Internet-Suchmaschinenbetreibers Google, eine zensierte Version der Suchmaschine in China einzuführen, scharf verurteilt. Nutzer der neuen Website www.google.cn werden nur auf Material zugreifen können, das von der chinesischen Regierung freigegeben ist. Unabhängige Informationen zu Themen wie Demokratie, Menschenrechte oder Tibet werde die größte Suchmaschine der Welt in China nicht listen, befürchtet ROG.

WSISTunis (epo). - Mit der Verabschiedung der "Tunis Agenda für die Informationsgesellschaft" und einer Verpflichtungserklärung zur Förderung der Informationstechnologien in den Entwicklungsländern  ist am Freitag der Weltinformationsgipfel in der tunesischen Hauptstadt zu Ende gegangen. Während die Vereinten Nationen und das Konferenz-Sekretariat eine positive Bilanz zogen, waren die Reaktionen unter den anwesenden Organisationen der Zivilgesellschaft gemischt. Vor allem die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Tunesien, Übergriffe auf Journalisten und Menschenrechtler während des Weltinformationsgipfels und die weiter bestehende Dominanz der US-Regierung bei der Verwaltung des Internet stiessen auf Kritik.

WSISTunis/Berlin (epo). - Die internationale Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat "auf das Schärfste" gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Tunesien und Übergriffe auf Journalisten und Menschenrechtler während des Weltinformationsgipfels in Tunis protestiert. Der Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen war am Donnerstag an der Einreise nach Tunesien gehindert worden. Mehrere Journalisten waren von tunesischen Polzisten in Zivil tätlich angegriffen worden.

WadeTunis (epo). - Senegals Präsident Abdoulaye Wade hat die reichen Industrieländer aufgefordert, die Entwicklungsländer stärker bei der Beschaffung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zu unterstüzten. Auf dem Weltinformationsgipfel in Tunis forderte der Führer des westafrikanischen Landes, bei jedem Computerkauf solle ein Prozent des Kaufpreises dafür aufgewendet werden, Computerausstattung für arme Länder zu finanzieren.

wsisTunis/Berlin (epo). - Teilnehmer und Beobachter des Weltinformationsgipfels in Tunis haben scharfe Kritik an der repressiven Haltung des Gastgeberlandes gegenüber Dissidenten und zivilgesellschaftlichen Gruppen geübt. Der Schweizer Bundespräsident Samuel Schmid sparte in seiner Rede vor den Delegierten nicht mit Tadel - und wurde vom tunesischen Fernsehen zensiert. Wegen ständiger Belästigung durch staatliche Behörden protestierten zahlreiche Journalisten, die über den Gipfel berichten. Der internationale Fernsehsender TV5 hatte aus Protest gegen die Behinderung der Berichterstattung schon einen Tag vor Beginn des Gipfels den Abzug eines Kamerateams aus Tunesien angekündigt.

WSISTunis/Berlin (epo). - In Tunis hat der Weltgipfel über die Informationsgesellschaft begonnen. Delegierte aus 175 Ländern beraten vom 16.-18. November in der tunesischen Hauptstadt über Wege, den "digitalen Graben" zwschen Industriestaaten und Entwicklungsländern zu überbrücken. Das eigentliche Gipfelthema - die ärmeren Länder des Südens bei der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationsmittel technisch und finanziell zu unterstützen - wird überschattet von Bestrebungen der US-Regierung, ihr Monopol bei der Internet-Aufsicht zu behalten, und repressiven Maßnahmen der tunesischen Behörden gegenüber kritischen Stimmen in der Zivilgesellschaft und den Medien.

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