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wsisTunis/Berlin (epo). - Teilnehmer und Beobachter des Weltinformationsgipfels in Tunis haben scharfe Kritik an der repressiven Haltung des Gastgeberlandes gegenüber Dissidenten und zivilgesellschaftlichen Gruppen geübt. Der Schweizer Bundespräsident Samuel Schmid sparte in seiner Rede vor den Delegierten nicht mit Tadel - und wurde vom tunesischen Fernsehen zensiert. Wegen ständiger Belästigung durch staatliche Behörden protestierten zahlreiche Journalisten, die über den Gipfel berichten. Der internationale Fernsehsender TV5 hatte aus Protest gegen die Behinderung der Berichterstattung schon einen Tag vor Beginn des Gipfels den Abzug eines Kamerateams aus Tunesien angekündigt.

WSISTunis/Berlin (epo). - In Tunis hat der Weltgipfel über die Informationsgesellschaft begonnen. Delegierte aus 175 Ländern beraten vom 16.-18. November in der tunesischen Hauptstadt über Wege, den "digitalen Graben" zwschen Industriestaaten und Entwicklungsländern zu überbrücken. Das eigentliche Gipfelthema - die ärmeren Länder des Südens bei der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationsmittel technisch und finanziell zu unterstützen - wird überschattet von Bestrebungen der US-Regierung, ihr Monopol bei der Internet-Aufsicht zu behalten, und repressiven Maßnahmen der tunesischen Behörden gegenüber kritischen Stimmen in der Zivilgesellschaft und den Medien.

wsisTunis/Berlin (epo). - Der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) in Tunesien hat mit einem Eklat begonnen. Einen Tag vor den High-Level-Meetings des Weltinformationsgipfels in Tunis haben am Dienstag zivilgesellschaftliche Organisationen mehrere geplante Veranstaltungen abgesagt. Sie begründeten dies mit der zunehmenden Repression tunesischer Behörden gegenüber Konferenzteilnehmern und Beobachtern.

WSISTunis/Genf (epo).- Die US-Regierung beharrt weiterhin auf ihrer Monopolstellung als Aufsichtsbehörde für die Internet-Verwaltung. Wenige Tage vor Beginn des Weltinformformationsgipfels in Tunis (16.-18. November) haben sich Vertreter von Regierungsdelegationen im Prinzip darauf verständigt, ein internationales Forum für Fragen der Internet-Politik einzurichten. Die US-Delegation liess jedoch am Montag erkennen, dass ein derartiges Forum keine Entscheidungsbefugnisse haben dürfe. Eine internationalisierte Aufsicht über die Verwaltung der Nameserver (DNS) und der Internet Protokoll Adressen (IP) komme aber nicht in Frage.

Radios in NigerNiamey (epo). - Nohou Soumana ist ein vielbeschäftigter Mann. Will man ihm in die Augen schauen, muss man ganz genau hinsehen, um das Weiße zu sehen zwischen den halbgeschlossenen Lidern. Er wirkt fast immer nachdenklich, hin- und hergezerrt zwischen seinen vielen Verantwortungen. Denn seit Monaten ist viel zu tun beim Aufbau der Gemeinschaftsradios im westafrikanischen Land Niger. Der 32jährige Lehrer ist auf diversen "Baustellen" in Aktion. Und doch geht ihm die gute Laune nicht aus.

ROGBerlin/New York (epo). - Auf Initiative von Reporter ohne Grenzen (ROG) haben sich 25 US-amerikanische, kanadische, australische und europäische Investmentfonds verpflichtet, bei ihren Investitionen auf die Wahrung der Meinungsfreiheit im Internet zu achten. Die Unternehmen, die insgesamt Anlagen im Wert von 21 Milliarden US-Dollar verwalten, veröffentlichten in New York eine entsprechende gemeinsame Erklärung.

Afrika sei in Sachen Mobilfunk einer der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte, berichtet heise online. Zwischen 1999 und 2004 habe sich die Zahl der Handy-Benutzer von 7,5 auf 82 Millionen mehr als verzehnfacht. Südafrika nehme eine kontinentale Vorreiter-Rolle ein und ermögliche mit innovativen Produkten selbst unterhalb der Armutsgrenze lebenden Afrikanern Zugang zur Kommunikation. (heise)

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