HurrikanBonn (epo). - Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch hat in Bonn den Globalen Klima-Risiko-Index 2006 vorgestellt. Der Index vergleicht alle Staaten der Welt hinsichtlich ihrer Betroffenheit durch extreme Wetterereignisse wie Hurrikans, Überschwemmungen oder Dürren. "Ärmere Länder leiden stärker unter Wetterkatastrophen als reiche", lautet das Ergebnis des Jahresberichts. "Der Klima-Risiko-Index zeigt, dass die ärmeren Länder insgesamt von extremen Wetterereignissen sehr viel stärker betroffen sind als die reicheren", sagte Sven Anemüller, Referent für Klima und Entwicklung bei Germanwatch und Mitautor des Klima Risiko Index.

Worldwatch Bericht 2006Berlin (epo). - Nur durch die Entkoppelung von Wachstum und Energieverbrauch lassen sich die globalen Herausforderungen meistern, die mit dem Aufstieg Chinas und Indiens zu wirtschaftlichen und politischen Großmächten verbunden sind. Darauf hat die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul am Donnerstag bei der Vorstellung der deutschen Ausgabe des "Berichts zur Lage der Welt 2006" des Worldwatch-Institutes hingewiesen. Der Verwaltungsratsvorsitzende des renommierten Washingtoner Instituts, Oystein Dahle, forderte ein Umdenken hinsichtlich des bisherigen Produktions- und Konsumverhaltens. Der Ressourcenverbrauch müsse auf ein Zehntel des derzeitigen Standes gesenkt werden, sagte Dahle vor der Presse in Berlin.

Bonn (epo). - Trotz einzelner Erfolge ist die internationale Gemeinschaft "zu wenig in der Lage, bewaffnete Auseinandersetzungen zu beenden und friedliche Nachkriegsgesellschaften aufzubauen". Zu diesem Ergebnis kommt das Internationale Konversionszentrum Bonn (Bonn International Center for Conversion (BICC) in seinem aktuellen Jahresbericht 2005/2006, der jetzt in Bonn veröffentlicht worden ist. Es fehle an nachhaltigen Konzepten und Mitteln zur Friedenskonsolidierung sowie zur Vorbeugung von Konflikten.

Berlin/Fürth (epo). - "Fair play - fair pay! Unter diesem Motto haben Aktivisten des INKOTA-Netzwerks auf der Hauptversammlung des Sportartikel-Herstellers adidas menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei Zulieferfirmen und Kontrollen der Einhaltung sozialer Standards durch unabhängige Organisationen eingefordert. INKOTA ist eine der rund 300 Trägerorganisationen der internationalen Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign/CCC), die seit Jahren für ethische Unternehmensführung eintritt.

AABerlin (epo). - Das Auswärtige Amt (AA) veranstaltet erstmals eine Konferenz für deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 60 internationalen Organisationen und europäischen Institutionen. Mehr als 130 von ihnen treffen sich am 11./12. Mai in Berlin. Die Konferenz diene "der Netzwerkbildung deutscher Mitarbeiter untereinander und der Verbesserung des Kontakts zur Bundesregierung", so das Auswärtige Amt.

Palm?lanbau auf Borneo. Foto: WWFBerlin (epo). - Die Umweltorganisation Rettet den Regenwald (RdR) hat von der Bundesregierung gefordert, den Einsatz von tropischen Lebensmittelpflanzen wie Palmöl oder Soja ausschließlich zur Energiegewinnung zu verbieten. Der Anbau tropischer Pflanzen für die Produktion von so genannten Biotreibstoffen vernichte riesige Flächen wertvollen Regenwaldes.

Alternativengipfel in WienWien (epo). - Organisationen der Zivilgesellschaft aus Europa, Lateinamerika und der Karibik wollen auf einem "Alternativengipfel" in Wien vom 10.-13. Mai ihre Staatschefs auffordern, das Vorantreiben des bi-regionalen Freihandels einzustellen. Strategische "Partnerschaften" und interregionaler Freihandel dienten vor allem der neoliberalen Globalisierung, lautet ihr Credo. Venezuelas Staatschef Chávez und Boliviens Präsident Morales werden sich mit den sozialen Bewegungen in Wien treffen.

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