gfbv 200Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag Europas Flüchtlingspolitik gegenüber Afrika als "kurzsichtig, ineffizient, überteuert und Verrat an den eigenen Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie" scharf kritisiert.

momentum for changeBonn. - Organisationen, Städte, Betriebe, Regierungen und andere wichtige Akteure mit einer Vorreiterrolle im Klimaschutz sind eingeladen, wegweisende Projekte für einen Preis der Vereinten Nationen einzureichen. Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen hat jetzt das Bewerbungsverfahren für die "Momentum for Change Awards 2017" eröffnet. Vor dem Hintergrund der Bemühungen der Regierungen um die Umsetzung des Pariser Abkommens und der Ziele für nachhaltige Entwicklung sollen die Preise als Schaufenster für entsprechende Aktivitäten und Ambitionen dienen.

oxfamBerlin. - Als scheinheilig hat die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam die Reaktion der EU auf den von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp für Zuwanderer und Flüchtlinge kritisiert. Kanzlerin Angela Merkel und andere europäische Staats- und Regierungschefs hätten zwar recht mit ihrer Kritik an dem Erlass. Gleichzeitig jedoch hätten sich mehrere EU-Politiker im Vorfeld des informellen EU-Gipfels in Malta für eine engere Kooperation mit Libyen bei der Migrationskontrolle ausgesprochen. Auch der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) kritisierte die EU-Pläne.

handbook germanyBerlin. - Wer neu nach Deutschland kommt, braucht Informationen. Im Netz sind in den letzten Monaten eine Fülle von Informations- und Hilfsangeboten für Geflüchtete entstanden – und kommen bei den Adressaten oft nicht an. Um zielgerichtet geflüchtete Menschen zu erreichen, hat das Journalistennetzwerk "Neue deutsche Medienmacher" jetzt mit handbookgermany.de ein zentrales Informationsportal für und mit geflüchteten Menschen erstellt.

mccBerlin. - Durch den Politikwechsel in den USA kommen zwar stürmische Zeiten auf die Klimadebatte zu. Die große Mehrheit der Staatengemeinschaft bekennt sich jedoch zu den ambitionierten Pariser Klimazielen. Um zu überprüfen, ob die Länder bei deren Umsetzung auf dem richtigen Weg sind und wo Nachholbedarf besteht, fehlte es bisher an geeigneten Methoden. Diesem Problem begegnen Wissenschaftler um Sabine Fuss, Gruppenleiterin am Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Ihr Artikel "Key indicators to track current progress and future ambition of the Paris Agreement" wurde jetzt im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlicht.

itfParis. - Die gegenwärtigen und die vorhersehbaren Maßnahmen zur Absenkung der weltweiten CO2-Emissionen aus dem Verkehr werden nicht genügen, um die Klimaziele der internationalen Gemeinschaft zu erreichen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des International Transport Forum (ITF) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die am Montag in Paris veröffentlicht wurde.

tropenwald blatt brasilienJena. - Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO2) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO2 umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen. Die Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen.

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