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Hintergrund

medikamentenfakes irin david hecht 150Hamburg. - Der Sabon Markt in der 9-Millionen-Stadt Kano im Norden Nigerias ist das Zentrum eines florierenden Geschäfts mit Medikamenten. Dass ein großer Teil dieses lukrativen Handels mit gefälschten Medikamenten getätigt wird, war schon länger bekannt. Aber erst am 31. Dezember letzten Jahres fanden die "National Agency for Food and Drug Administration and Control" (NAFDAC) und die Verwaltung von Kano den Mut, gegen die Händler vorzugehen. Etwa 650 Händler wurden gezwungen, ihre Stände abzubauen und ihre Geschäfte einzustellen, berichtete die UN-Nachrichtenagentur für humanitäre Nachrichten und Analysen IRIN.

"Wann um Himmels Willen ist eure Unabhängigkeit zu Ende?", zitiert Eboussie Boulaga, einer der Autoren von "50 Jahre afrikanische Unabhängigkeit", den legendären "afrikanischen Dorfbewohner". Die Grundstimmung der zwei Dutzend Autoren des Sammelbands, afrikanische Sozialwissenschaftler, politische Aktivisten und Künstler, wird damit auf den Punkt gebracht. Im Rückblick auf das halbe Jahrhundert seit der staatlichen Unabhängigkeit – nicht viel länger als die Kolonialzeit selbst, deren Ausgangspunkt die Berliner Konferenz 1884, also vor 125 Jahren war – schwanken sie zwischen Wut, Verzweiflung und bitterer Ironie über die postkolonialen Verhältnisse in Afrika.
michael_otto_stiftung_100Hamburg (epo.de). - Die diesjährigen Hamburger Gespräche der Michael Otto Stiftung widmeten sich unter dem Titel "Stadt, Land, Flucht?" der Frage, welche Chancen und Risiken die zunehmende Urbanisierung für die Ökosysteme mit sich bringt. Es war das siebte Symposium der Stiftung zu Themen des Schutzes der Natur und der nachhaltigen Entwicklung. Bei der Veranstaltung am Montag setzten sich Referenten aus Politik, Wirtschaft, Stadtplanung, Naturschutz und Wissenschaft mit potenziellen Lösungsansätzen für Industrie- und Entwicklungsländer auseinander.
Dürre in Kenia. Foto: WelthungerhilfeBarcelona (epo.de). - Die Geduld der afrikanischen Delegationen bei den UN-Klimaverhandlungen in Barcelona (2.-6. November) war am Dienstag zu Ende. Gar zu offenkundig war, dass die Industriestaaten zwar bereit waren, über technische Details eines UN-Klimaabkommens zu verhandeln, aber man bei der Frage der Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen keinen Schritt vorankam. Alfred Wills, der die südafrikanische Delegation leitet, sagte frustriert: "Wir bewegen und immer im Kreis herum und behandeln technische Fragen und nicht die zentralen Themen."
Wer die Ziele und Schwerpunkte in der Beschreibung der Entwicklungszusammenarbeit im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP liest, wird in wesentlichen Passagen glauben, eine Zusammenfassung der "Entwicklungspolitischen Konzeption der Bundesrepublik Deutschland für die zweite Entwicklungsdekade" vor sich zu haben. Alles was damals, d.h. 1973 unter dem SPD-Entwicklungsminister Erhard Eppler, als sinnvoll angesehen wurde, ist auch hier wieder zu finden. Allerdings mit einer auffälligen Ausnahme: die Frauen finden zum ersten Mal in der deutschen Entwicklungspolitik keine Erwähnung mehr.
die_150Bonn (epo.de/DIE). - Die Zustimmung Irlands zum EU-Reformvertrag von Lissabon könnte positive Folgen für die Politik der Europäischen Union gegenüber sogenannten "fragilen Staaten" mit sich bringen, argumentieren Stefan Gänzle und Jörn Grävingholt vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in der aktuellen DIE-Kolumne. Denn die EU-Reformen sehen eine einheitlichere EU-Außenrepräsentanz durch einen Europäischen Auswärtigen Dienst vor. Und die EU besitze mehr Erfahrung im Umgang mit fragilen Staaten als jede andere Staatengruppe oder Organisation, so die DIE-Wissenschaftler.
Dirk Messner. Foto: DIEBonn (epo.de). - In der kommenden Legislaturperiode müssen wichtige Weichenstellungen vollzogen werden, wenn Deutschland seiner internationalen Verantwortung – vor allem gegenüber den Entwicklungs- und Schwellenländern – weiter gerecht werden soll. Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), hat in der aktuellen DIE-Kolumne eine zehn Punkte umfassende entwicklungspolitische Check-Liste für die nächste Legislaturperiode aufgestellt.

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