Afrika

gfbv 200Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Dienstag davor gewarnt, die Gewalt in Äthiopien nicht zu verharmlosen. Die Organisation spricht von einem Massenmord an den Oromo. "Das tragische Ende des Erntedankfests der Oromo markiert eine Zäsur", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius in Göttingen.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Behörden Äthiopiens vorgeworfen, die Zahl der Todesopfer zu verschleiern, die bei der Niederschlagung von Protesten beim Erntedankfest der Oromo am Sonntag ums Leben kamen. "Die von der Regionalregierung Oromias genannte Zahl von 52 Todesopfern ist nicht glaubwürdig, da Augenzeugen über deutlich mehr Todesfälle berichteten", sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen.

ai orgBerlin. -  Sudanesische Regierungstruppen haben wiederholt Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich dabei um chemische Waffen. Dies haben Recherchen von Amnesty International ergeben. Demnach führten Regierungstruppen seit Januar 2016 im Sudan mindestens 30 Angriffe durch, bei denen wahrscheinlich Chemiewaffen zum Einsatz kamen - zuletzt am 9. September 2016.

kongo dr 100Berlin. - Die gewaltsamen Ausschreitungen in der DR Kongo am 19. September haben über 30 Tote und etliche Verletzte gefordert und führten zu unzähligen Festnahmen.  Das Ökumenische Netz Zentralafrika hat am Mittwoch an die Bundesregierung appelliert, ihre diplomatischen Beziehungen zur DR Kongo zu nutzen und deutliche Zeichen sowohl gegen die eskalierende Gewalt als auch die Einschränkungen der Versammlungs,- Meinungs- und Pressefreiheit zu setzen.

gfbv 200Göttingen. - Dem Südosten Nigerias droht am kommenden Freitag der Stillstand des öffentlichen Lebens. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch berichtet. Biafra-Aktivisten der Organisation IPOB (Indigenous People of Biafra) haben für diesen Tag zu einem Generalstreik aufgerufen, um die Freilassung des inhaftierten Bürgerrechtlers und Journalisten Nnamdi Kanu zu erreichen.

gfbv 200Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine kritische Bilanz der Arbeit der Darfur Regionalbehörde (DRA) gezogen. Die DRA wurde am Mittwoch im Rahmen eines Festaktes offiziell aufgelöst. "Die DRA sollte Entwicklung und Wiederaufbau in der von Krieg und schwersten Menschenrechtsverletzungen gezeichneten Region fördern. Doch von Frieden und Entwicklung ist Darfur weit entfernt. Mehr als 150.000 Darfuris mussten alleine seit Januar 2016 erneut aus ihren Dörfern fliehen. Die DRA fiel vor allem durch internen Streit und Korruptionsskandale auf", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Ägypten aufgefordert, den Bau neuer Kirchen zu liberalisieren und in einem neuen Gesetz zur Errichtung von Gotteshäusern nicht erneut Christen zu diskriminieren. "Wir begrüßen es, dass Ägyptens Behörden den Bau von Kirchen neu regeln und erleichtern wollen. Doch ein solches Gesetz darf keine Mogelpackung sein und nicht erneut mit unrealistischen Auflagen den Bau von Gotteshäusern erschweren", erklärte die Menschenrechtsorganisation in einem Schreiben an Ägyptens Staatspräsident Abdel Fattah Al-Sisi.

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