Lateinamerika

Frank Mora. Foto: US-VerteidigungsministeriumCaracas/Bogota (epo.de). - US-Militärs haben ein geplantes Abkommen mit Kolumbien verteidigt, das in den nächsten zehn Jahren die Nutzung von sieben Militärbasen durch die US-Streitkräfte erlauben soll. Das Abkommen, das Ende des Monats vertraglich besiegelt werden soll, war vor allem von Venezuela, Ecuador, Bolivien und Brasilien heftig kritisiert worden.
HondurasTegucigalpa/Berlin (epo.de). - Polizei und Militär in Honduras gehen nach Darstellung einer internationalen Beobachter-Delegation zunehmen brutal gegen Demonstranten vor. "Vor allem die sich häufenden Morde an Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Protestaktivitäten sind alarmierend", erklärte am Mittwoch Harald Neuber, Teilnehmer einer Delegation von Vertretern sozialer Bewegungen aus Europa und Lateinamerika. Die Position der Friedrich-Naumann-Stiftung zum Putsch in Honduras erfährt in Deutschland unterdessen heftige Kritik.
Hugo ChávezCaracas/Berlin (epo.de). - Venezuelas Staatschef Hugo Chávez gerät dank seiner jüngsten Entscheidung, 34 Rundfunksender wegen angeblicher Verstöße gegen Lizenvorschriften zu schließen, im In- und Ausland zunehmend unter Druck. Bei der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) gefundenes Computermaterial liefert nach einem Bericht der New York Times vom Montag zudem zudem neue Beweise dafür, dass die venezolanische Regierung die kolumbianischen Rebellen unterstützt.
zelaya_rosales_manuel_2006_100Tegucigalpa/Berlin (epo.de). - Der gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, hat nach seinem zweiten vergeblichen Versuch in sein Heimatland zurückzukehren jetzt ein Zeltlager an der nicaraguanisch-honduranischen Grenze errichtet. Zelaya hatte am Freitag im Rahmen einer filmreifen Inszenierung, begleitet von einem Troß von Anhängern, Fernsehteams und Presseleuten, am Grenzübergang Los Manos für einige Meter die Grenze von Honduras überschritten und war danach wieder auf nicaraguanischen Boden zurückgekerht. Er kündigte an, er werde "Tag und Nacht ausharren" und auf eine Gelegenheit zur Rückkehr warten.
Manuel ZelayaTegucigalpa/Berlin (epo.de). - Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya (Foto) ist am Donnerstag an der Spitze einer Wagenkolonne von Nicaragua aus nach Honduras aufgebrochen. Es ist sein zweiter Versuch, in sein Land zurückzukehren. Die Interimsregierung hatte zuvor angekündigt, ihn an der Grenze verhaften zu lassen und seine Anhänger vor Protestkundgebungen gewarnt. Eine internationale Menschenrechtsdelegation stellte unterdessen "gravierende und systematische Menschenrechtsverletzungen" nach dem Staatsstreich fest.
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