Lateinamerika

Düsseldorf (epo.de). - Über die Internet-Plattform "Facebook" haben sich mehr als 230.000 kolumbianische Staatsangehörige in 146 Städten weltweit zu einer Demonstration gegen die kolumbianische "Terrororganisation" Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) verabredet. Die von kolumbianischen Bürgern am 4. Januar gegründete Facebook-Gruppe "1.000.000 Stimmen gegen die FARC" hat eine beispiellose internationale Bewegung in Gang gesetzt.

GfbVGöttingen (epo.de). - Als "schweren Rückschlag für die indianischen und afro-brasilianischen Gemeinschaften" hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Urteil des Obersten Gerichtshofes von Brasilien bezeichnet, den Baustopp für die Umleitung des Flusses S?o Francisco in Nordostbrasiliens aufzuheben. "Die Begründung des Gerichts, den am 10. Dezember verhängten Baustopp für die so genannte Transposi??o wieder aufzuheben, weil das Projekt Gebiete der Ureinwohner nicht berühre, ist vollkommen unverständlich", sagte Yvonne Bangert, Mitarbeiterin im GfbV-Referat indigene Völker in Göttingen.
BMZBogot?/Berlin (epo.de). - Die Bundesregierung hat ihr Engagement für den Frieden in Kolumbien bekräftigt. Für Maßnahmen im Bereich der Konfliktbewältigung und die Stärkung der Zivilgesellschaft stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den nächsten drei Jahren 17,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dies ist das Ergebnis der in Bogot? erfolgreich zu Ende gegangenen Regierungsverhandlungen beider Länder.
FIANBonn (epo.de). - Jeder Zweite in Paraguay lebt unter der Armutsgrenze. Ein Hauptgrund ist die ungleiche Landverteilung. Deshalb können brachliegende Ländereien laut Verfassung an Landlose umverteilt werden, wenn ein soziales Interesse vorliegt. Deutscher Landbesitz scheine dabei jedoch tabu zu sein. Der paraguayische Senat habe bisher alle entsprechenden Anträge von Landlosen und indigenen Gemeinschaften abgelehnt, wenn das Land deutschen Staatsbürgern gehörte, heißt es in einer Studie, die im Auftrag von Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), FIAN und Misereor durchgeführt wurde.
MisereorAachen (epo.de). - Mit einer Nothilfe von insgesamt 40.000 Euro unterstützt das katholische Hilfswerk MISEREOR jetzt die Opfer der Überschwemmung in Mexiko. Jeweils 20.000 Euro gehen in die am stärksten betroffenen Regionen Tabasco und Chiapas, teilte MISEREOR am Dienstag in Aachen mit. MISEREOR geht davon aus, dass das Katastrophengebiet aufgrund vernichteter Ernten auch mittelfristig auf Hilfe angewiesen ist. Auch die Nothilfe der Caritas ist inzwischen angelaufen. Caritas international hat 250.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt.
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