Wasser

www_iconBerlin. - Seit der Jahrtausendwende ist es weltweit zu mehr als 50 Konflikten mit Gewalteinwirkung aufgrund der Nutzung von Wasser gekommen. Die steigende Nachfrage nach Energie, Nahrung und sauberem Wasser werde die ohnehin schon schwelende Wasserkrise noch weiter verschärfen und vermehrt zu Konflikten führen, warnte der WWF am Montag anlässlich des Weltwasserforums 2012 in Marseille. Die Umweltorganisation fordert einen globalen und verbindlichen Aktionsplan zur Bekämpfung der Wasserproblematik.
wasser_kind_unicef_200Köln. - Mehr als zwei Milliarden Menschen haben zwischen 1990 und 2010 einen verbesserten Zugang zu Trinkwasser erhalten. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Berichts des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Weltgesundheits-Organisation (WHO) zur Wasser- und Sanitärversorgung in der Welt. Damit ist das Millenniumsziel für Trinkwasser (Halbierung des Anteils der Menschen ohne sicheres Trinkwasser bis 2015) bereits erreicht. Der Fortschritt ist jedoch sehr ungleich verteilt.
globalnatureRadolfzell. - Die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) hat den in Bolivien und Peru liegenden Titicaca See zum "Bedrohten See des Jahres 2012" ausgerufen. Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar weist der GNF auf die schnell fortschreitende Zerstörung des größten Trinkwasserspeichers in Südamerika hin. Die Verschmutzung durch ungereinigte Abwässer aus Haushalten und Industrie, durch die Landwirtschaft und den Abbau von Edelmetallen bedroht die Lebensgrundlage von zwei Millionen Menschen, die im Einzugsgebiet des Sees leben.
wwf_rivers_100Bonn. - Die Umweltorganisation WWF fordert für Infrastruktur-Projekte wie Staudämme oder Wasserkraftwerke weltweite, strengere Nachhaltigkeits-Standards. Für Bauvorhaben in ökologisch besonders wertvollen Regionen müssten "No-Go-Areas" ausgewiesen werden, heißt es in einer am Donnerstag in Bonn vorgestellten WWF-Studie. Nutzungen von Gewässern außerhalb der höchsten Schutzkategorie müssten zukünftig strenge Nachhaltigkeits-Kriterien erfüllen.
worldwaterweek2011_100Stockholm. - Zum Abschluss der Weltwasserwoche in Stockholm haben Experten vor einer Zuspitzung der globalen Wasserkrise gewarnt. Der globale Wasserbedarf könne bis 2030 um bis zu 40 Prozent steigen. "Nicht nur die Versorgungssicherheit mit Wasser, sondern auch mit Nahrung und Energie ist davon direkt betroffen", erklärte Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland.
worldwaterweek2011_100Stockholm. - Urbanen Großregionen und Metropolen auf dem gesamten Globus droht eine Zuspitzung der "Wasserkrise". Bereits heute sei die Situation in den sogenannten Mega-Cites bedrohlich und in vielen Fällen untragbar, heißt es in der aktuellen WWF-Studie "Big Cities. Big Water. Big Challenges", die anlässlich der Weltwasserwoche in Stockholm (21. bis 27. August) veröffentlicht wurde.
worldwaterweek2011_100Stockholm. - Rund 3.000 Experten aus aller Welt treffen sich vom 21. bis 27. August in Stockholm, um über die globale Herausforderung der Wasserver- und -entsorgung zu beraten. Im Mittelpunkt der diesjährigen "Weltwasserwoche" stehen die Probleme der zunehmenden Verstädterung. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) macht aus diesem Anlass auf ein weiteres Problem aufmerksam: die grassierende Korruption im Wassersektor.
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