Entwicklungszusammenarbeit

ActionAid ODA-BerichtLondon (epo). - In einem neuen Bericht hat die britische Organisation ActionAid den führenden Industrienationen vorgerechnet, dass nur rund ein Drittel der offiziellen Entwicklungshilfe (ODA) zur Bekämpfung der Armut in den Ländern des Südens ankommt. Zwei Drittel der 2003 von den G-7-Staaten bereit gestellten ODA seien als technische Hilfe an Aufträge für Berater oder westliche Firmen geknüpft worden, in der Verwaltung verschwunden - oder gar nicht ausgegeben worden, weil Schuldenerlasse mit eingerechnet würden, so die Hilfsorganisation. Von jedem Dollar, den die USA bereit stellten, kämen nur zehn Cents als "wirkliche Hilfe" bei den Armen an, 90% seien "Phantomhilfe".

Werbung f?r KinderpatenschaftHamburg (epo). - Eine Studie der Universität Erlangen-Nürnberg übt nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" (Ausgabe vom 30. Mai) heftige Kritik an der Werbung für Kinderpatenschaften in Deutschland. Kinder aus Ländern des Südens würden in Katalog-ähnlicher Werbung präsentiert. Die betreffenden Organisationen vermittelten damit "einen instrumentellen Zugang zu Kindern, der dem Gedanken der Entwicklungszusammenarbeit substantiell widerspricht", heisst es laut "Spiegel" in der Untersuchung.

EuropeAidBrüssel (epo). - Die Europäische Union will die Quote für die offiziellen Entwicklungshilfeleistungen (ODA) bis 2015 auf die von den Vereinten Nationen geforderten 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigern. In Brüssel berieten am Dienstag die Entwicklungsminister der 25 EU-Mitgliedsstaaten über Maßnahmen zur Erreichung dieses Zieles. Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul unterzeichnete eine Absichtserklärung, derzufolge das 0,7-Prozent-Ziel bis 2015 umgesetzt werden soll.

Bonn. - Agenda-Transfer in NRW hat in Kooperation mit dem Eine Welt Netz NRW die neue Broschüre zu kommunalen Partnerschaften "Lokales Engagement ? in NRW und weltweit" herausgegeben. Die 32 Seiten starke Publikation zeigt anhand gelungener Beispiele die Erfahrungen jahrelanger Partnerschaftsarbeit deutscher Kommunen mit anderen Ländern.

BMZBerlin (epo). - Die Bundesrepublik Deutschland will den Übergang Syriens von der Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftssystem mit technischer Beratung unterstützen. Insbesondere werde die Einführung moderner Wirtschafts-, Handels und Arbeitsmarktpolitiken und effektiver Verwaltungsstrukturen gefördert, teilte das Entwicklungsministerium (BMZ) mit.

Bonn (epo). - Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR hat bei der Hilfe für die Erbebenopfer in Südasien eine stärkere Einbindung von Organisationen gefordet, die Erfahrung in langfristiger Entwicklungshilfe haben und über solide Partnerstrukturen vor Ort verfügen. Bereits jetzt zeichne sich ab, dass der Wiederaufbau Jahre in Anspruch nehmen werde.

Unsere WeltDüsseldorf (epo). - Die gemeinnützige Lotterie "Unsere Welt - Die Lotterie für Mensch und Natur" stellt nur 15 Monate nach ihrem Start in Nordrhein-Westfalen den Betrieb ein. Für das Scheitern des Projekts machten die Veranstalter, neun Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, die nordrhein-westfälische Landesregierung verantwortlich. Sie habe mit zu strikten Auflagen für Marketing und Werbung eine erfolgreiche Markteinführung verhindert, teilte die Stiftung für Umwelt und Entwicklung mit.

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