Entwicklungszusammenarbeit

giz Berlin. - Konfliktregionen und fragile Staaten – immer häufiger wird die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in instabilen Ländern nachgefragt. Oft fehlt es an rechtsstaatlichen Strukturen und Sicherheit, was weitreichende Folgen für die Lebensbedingungen der Menschen hat. Schon heute sind mehr als die Hälfte der Länder, in denen die GIZ für die Bundesregierung und andere Auftraggeber tätig ist, fragile Staaten. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den die GIZ am Montag in Berlin vorgelegt hat.

bmz Paris. - Deutschland, Frankreich und die Europäische Union haben während des 19. Deutsch-Französischen Ministerrates den Ausbau ihrer Entwicklungszusammenarbeit mit den Staaten der Sahel-Region beschlossen. Mit der gemeinsamen "Allianz für den Sahel" sollen durch Berufsbildungsangebote und Investitionen in Landwirtschaft und Infrastruktur Arbeitsplätze vor allem für die junge Bevölkerung geschaffen werden. Mit der Initiative werden Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad auch beim Kampf gegen Korruption unterstützt.

caritas Berlin. - Angesichts der stetigen Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan hat die deutsche Caritas vor den Gefahren der zwangsweisen Rückführung von Afghanen gewarnt. "Afghanistan ist ein Land, in dem von Monat zu Monat die Zahl der toten und verletzten Zivilisten auf ein neues Rekordniveau steigt. Abschiebungen setzen die Menschen unüberschaubaren Risiken aus und sind deshalb nicht zu verantworten", sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes von Caritas international in Berlin.

euBerlin. - Die EU-Kommission möchte mit dem "Instrument für Stabilität und Frieden", dem Budget der EU für zivile Vorbeugung und Friedensförderung, zukünftig Armeen in Drittstaaten ausrüsten und ausbilden. Nach dem Entwicklungsausschuss hat am Dienstag auch der federführende Außenausschuss im Europäischen Parlament diesem Vorhaben mehrheitlich zugestimmt. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt hält dies für "eine völlig falsche Weichenstellung".

bmz Berlin. – Mit Blick auf die G20-Beratungen in Hamburg hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) mit dem Präsidenten der Afrikanischen Union, Alpha Cónde, einen Ausbau von Reformpartnerschaften mit Afrika vereinbart. Private Investitionen stehen im Mittelpunkt der G20-Beratungen zu Afrika und der verstärkten Zusammenarbeit. Das war auch Thema des Afrikatages der Europäischen Investitionsbank und des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft am Donnerstag. 

bmz Berlin. - Immer mehr Jugendliche nutzen die Möglichkeiten der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ). Das ist die Bilanz ein Jahr nach dem Start durch das Entwicklungsministerium (BMZ). Stattgefunden haben seither Begegnungen in Ländern wie Kamerun, Südafrika und in Deutschland. Entwicklungsminister Gerd Müller (CDU) hatte sich, angeregt durch Vorbilder wie das Deutsch-Französische Jugendwerk, persönlich für mehr Austausch zwischen jungen Menschen aus Deutschland und afrikanischen Ländern eingesetzt.

venro Berlin. - Anlässlich der am Freitag stattfindenden Aussprache im Bundestag zu den neuen Leitlinien "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" fordert der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) von der nächsten Bundesregierung eine nachhaltige Friedenspolitik statt Absichtserklärungen. Wichtig seien dafür konkrete Aussagen, wie die zivile Konfliktbewältigung finanziell und personell gestärkt wird.

Back to Top