Weltwirtschaft

Berlin. - Eine neue Studie hat erstmals die Munitionsexporte des größten Rüstungskonzerns in Deutschland, der Rheinmetall AG untersucht. Die Analyse der Organisation urgewald und dem Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit zeigt, dass der in Düsseldorf beheimatete Konzern in großem Umfang Munition und Munitionsfabriken in Kriegs- und Krisengebiete sowie an autoritäre Staaten liefert, die systematisch die Menschenrechte verletzen. Beispiele sind Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bahrain. Diese Exporte haben Rheinmetall, zu einem der wichtigsten Player auf dem Munitionsmarkt gemacht, so das Ergebnis der Studie.

inkotaBerlin. - INKOTA und die cum ratione gGmbH loben zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Aktionspreis SPITZE NADEL aus. Mit dem Preis werden innovative und öffentlichkeitswirksame Aktionen gefördert, die sich gegen die Missstände in der Modeindustrie richten und die oftmals miserablen Zustände in den Gerbereien, Schuh- und Textilfabriken weltweit anprangern.

misereorBerlin. - "Die Sparpolitik des IWF hat in vielen Ländern zur Vertiefung der sozialen Ungleichheit beigetragen", kritisierte MISEREOR-Finanzexperte Klaus Schilder am Donnerstag in Berlin. Gleichzeitig gingen von einem instabilen globalen Finanzsystem weiterhin Gefahren für die gesamte Weltwirtschaft aus. Insbesondere stockten die notwendigen Reformen an den internationalen Finanzmärkten. Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Finanzmärkte, so Schilder. Seit 2013 verhandeln elf europäische Mitgliedsstaaten darüber - bislang zwar ohne Abschluss, jedoch mit Teilergebnissen.

oxfamBerlin. - Mehr als 250 renommierte Wirtschaftswissenschaftler/innen haben die Einführung der Finanztransaktionssteuer (FTS) gefordert. Wenige Tage vor dem entscheidenden Treffen der europäischen Finanzminister am 10. Oktober appellieren sie in einem offenen Brief an die beteiligten Regierungen, die Steuer nach jahrelangen Verhandlungen endlich zu beschließen.

welttag menschenwuerdige arbeitBerlin. - Das Recht auf menschenwürdige Arbeit muss endlich umgesetzt werden. Das fordern zum 7. Oktober, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die Deutsche Kommission Justitia et Pax und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands. Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, für die Einhaltung menschenwürdiger Arbeit gesetzlich aktiv zu werden.

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