Weltwirtschaft

oxfamBerlin. - Die 50 größten US-Unternehmen nutzen in zunehmendem Maße Steueroasen und politische Lobbyarbeit, um sich vor ihrem fairen Beitrag zum Gemeinwohl zu drücken. Das geht aus dem aktuellen Bericht "Rigged Reform" der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Oxfam fordert, Unternehmen weltweit zu mehr Steuertransparenz zu verpflichten und mit Sanktionen gegen Steueroasen den ruinösen Wettlauf um Niedrigsteuersetze aufzuhalten.

facing finance 100Berlin. - Eine am Montag von Oxfam International und dem Fair Finance Guide International vorgestellte Studie belegt, dass die 20 größten Banken Europas über ein Viertel ihrer Gewinne in Steueroasen erzielen – ein Ergebnis, dass im krassen Missverhältnis zu den realen wirtschaftlichen Aktivitäten der Banken in diesen Ländern steht. Die Studie "Opening the Vaults" führt dieses Missverhältnis darauf zurück, dass Banken Steueroasen dazu nutzen, um die Zahlung ihres fairen Anteils an Steuern zu vermeiden, ihren Kunden Steuerhinterziehung und -umgehung ermöglichen sowie Regulierungen und gesetzliche Anforderungen umgehen.

c20Berlin. - Anlässlich des zweiten "Sherpa"-Treffens der G20 am Donnerstag und Freitag in Frankfurt haben zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt ihre gemeinsame Forderung nach einer neuen Politik der Gruppe der 20 reichsten Industrienationen (G20) bekräftigt. Auf dem Treffen bereiten die G20-Beauftragten der Regierungschefs den Gipfel der Gruppe der 20 vor, der Anfang Juli in Hamburg stattfindet.

amerika 21Seoul. - Wie das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie in Seoul mitteilte, hat Südkorea den Grundstein für einzelne Freihandelsabkommen mit fünf Ländern Zentralamerikas (Nicaragua, El Salvador, Honduras, Costa Rica und Panama) gelegt. Mit diesen Freihandelsabkommen erhofft sich die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens, den Weg für einen florierenden Handel mit der Region am "anderen Ende Welt" bereiten zu können, berichtete amerika21 am Freitag.

attac 150Frankfurt/Main. - Am Dienstag geleakte Verhandlungsdokumente geben erstmals Einblick in das seit 2013 völlig geheim verhandelte Handels-und Investitionsabkommen zwischen der EU und Japan (hier JEFTA). Die Dokumente zeigen, dass es sich dabei in weiten Teilen um einen TTIP-Zwilling handelt. Das hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac berichtet.

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