Gesundheit

CBMBensheim/Potsdam (epo). - Nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit rund 37 Millionen Menschen weltweit blind. "Das ist nach einer langen Zeit, in der die Zahl der Blinden regelmäßig nach oben korrigiert werden musste, endlich eine gute Nachricht", erklärte Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim. In einigen Ländern habe - auch dank der Unterstützung durch die Kampagne "VISION 2020 - das Recht auf Augenlicht" - die Zahl der Blinden sogar real gesenkt werden können, etwa in Indien um insgesamt 25 Prozent von 8,9 auf 6,7 Millionen.

bukopharmaBielefeld (epo). - Deutsche Pharmafirmen gehören zu den größten Anbietern von Arzneimitteln in der Dritten Welt. Eine neue Arzneimittelstudie von entwicklungspolitischen Gruppen kratzt jetzt am positiven Image der Branche. Vier von zehn Medikamenten deutscher Firmen mussten demnach negativ bewertet werden.

BICCBonn (epo). - Das Militär spielt nach den Erkenntnissen des Bonn International Center for Conversion (BICC) eine besondere Rolle bei der Verbreitung der Immunschwächekrankheit Aids. Das BICC fordert deshalb Programme zur AIDS-Prävention beim Militär und spezielle Hilfsprojekte für HIV-Infizierte in Kriegs- und Konfliktregionen, die vor allem auch die Lage der betroffenen Frauen berücksichtigen.

Berlin (epo). - Trotz Fortschritten in der Behandlung von Menschen mit HIV/Aids haben noch immer zu wenige Patienten in ärmeren Ländern Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Die Geberländer und die Regierungen der betroffenen Staaten müssten mehr Geld in den Kampf gegen die Erkrankung investieren und nationale HIV/Aids-Programme ausweiten, forderte die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Die große Mehrheit der HIV-Infizierten werde überhaupt nicht behandelt, kritisierte die Ärzte-Organisation.

Eschborn (epo). - Die Zahl der HIV-infizierten Frauen und Mädchen steigt in den letzten Jahren rasant an. Im südlichen Afrika seien bereits fast 60 Prozent der Menschen, die mit HIV/Aids leben, Frauen, teilte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn mit. Mädchen und Frauen seien aufgrund von biologischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren stärker gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren. Bestimmte kulturelle Werte und Normen erhöhten zusätzlich ihr Ansteckungsrisiko.

Berlin (epo). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat ein neues Positionspapier des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vorgestellt. Die Infektionsrate lasse sich senken, wenn auf allen Ebenen zusammen gearbeitet werde, sagte die Ministerin.

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