Fairer Handel

cocoa barometer 2015 720

Wien. - Die Südwind-Kampagne "Make Chocolate Fair!" hat aufgedeckt, dass zu geringe Kakaopreise afrikanische Bauern zu einem Leben in Armut zwingen, während die Gewinne der Schokoladen-Unternehmen und des Schokoladen-Handels immer weiter wachsen. Das ist das Ergebnis des am Donnerstag erschienen "Cocoa Barometers".

„Ich hab’s gefunden, der Osterhase hat was hinter den Baum gelegt!“ In wenigen Tagen werden in Österreich wieder viele Kinder aufgeregt Wohnung, Haus und Garten nach versteckten Ostereiern durchsuchen. Schokolade findet sich wohl in jedem Osternest. Doch was hierzulande für strahlende Kinderaugen sorgt, ist anderswo auf der Welt mit Kindertränen verbunden. Denn nach wie vor werden in der Kakaoproduktion immer wieder Kinderarbeiter eingesetzt. Allein in der Elfenbeinküste und in Ghana - den beiden Ländern mit den weltweit größten Kakaoanbaugebieten - arbeiten bis zu 1,5 Millionen Kinder in Kakaoplantagen. Viele von ihnen unter unmenschlichen Bedingungen.

sachsen kauf fair 720

Dresden. - Die Kampagne "Sachsen, kauf fair!" fordert mit einer Petition vom Freistaat Sachsen die Berücksichtigung von Menschenrechten beim Einkauf der öffentlichen Hand. Die Petition haben bislang mehr als 3.500 Menschen unterzeichnet. Sie soll am 12. Dezember dem neuen sächsischen Landtag übergeben werden.

sachsen kauft fair logoDresden. - Die Allianz Sachsen KAUFT FAIR hat am Freitag eine Petition an den Landtagspräsidenten Matthias Rößler übergeben. Die Petition fordert Regeln für einen sozial verantwortlichen Einkauf des Freistaats Sachsen. Steuergelder für Textilien, Blumen, Steine, Kaffee, IT, Spielzeug etc. sollen nicht mehr für Kinderarbeit, Hungerlöhne und Menschenrechtsverletzungen ausgegeben werden.

forum fairer handelBerlin. - Der Faire Handel wächst kontinuierlich – 2013 haben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 784 Millionen Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben. Das entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen veröffentlichte das Forum Fairer Handel e.V. am Dienstag auf seiner Jahreskonferenz in Berlin. Nach Angaben der Organisation profitiert eine wachsende Zahl von Kleinbauern und Arbeitern mitsamt ihren Familien von dieser Entwicklung und könne dadurch ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Existenzsichernde Mindestpreise und langfristige Handelsbeziehungen bieten insbesondere benachteiligten Produzenten ein selbstbestimmtes Leben und größere Planungssicherheit.

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