Fairer Handel

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Berlin. - In einer Weltwirtschaft, welche von großen Konzernen mit riesigen Produktions- und Einkaufsmengen dominiert wird, wird es für kleine Produzenten in Entwicklungs- und Schwellenländern zunehmend schwerer, am Weltmarkt teilzuhaben. Auch in der Bio- und Fair-Trade-Branche müssen kleine und mittelständische Unternehmen immer häufiger mit Massenproduktion unter lediglicher Einhaltung der Mindeststandards und Kostenoptimierung konkurrieren. Um kleine Produzenten sichtbarer zu machen und die lokale Wirtschaft zu stärken, haben Kleinbauern in Lateinamerika 2006 das Símbolo de Pequeños Productores (Siegel der Kleinproduzenten) nach ihren eigenen Fair-Trade-Kriterien geschaffen.

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Berlin. - Der weltweite Marktanteil von zertifizierter Schokolade ist von zwei Prozent im Jahr 2009 auf fast 16 Prozent 2013 gestiegen. Das zeigt das neue Kakao-Barometer, dessen deutsche Fassung INKOTA und das Südwind-Institut am Mittwoch in Berlin veröffentlicht haben. Die Daten belegen aber auch, dass trotz zahlreicher Nachhaltigkeitsinitiativen und Selbstverpflichtungserklärungen von Schokoladenunternehmen wie Ferrero oder Mars das Pro-Kopf-Einkommen der meisten Kakaobauernfamilien immer noch weit unter der Armutsgrenze liege. Die Kampagne Make Chocolate Fair! fordert deshalb ein existenzsicherndes Einkommen für Kakaobäuerinnen und -bauern.

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Wien. - Die Südwind-Kampagne "Make Chocolate Fair!" hat aufgedeckt, dass zu geringe Kakaopreise afrikanische Bauern zu einem Leben in Armut zwingen, während die Gewinne der Schokoladen-Unternehmen und des Schokoladen-Handels immer weiter wachsen. Das ist das Ergebnis des am Donnerstag erschienen "Cocoa Barometers".

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Berlin. - Im Vorfeld des G7-Gipfels Anfang Juni fordern Akteure des Fairen Handels in Deutschland die Bundesregierung auf, soziale Mindeststandards in globalen Lieferketten durchzusetzen. Gemeinsam haben das Forum Fairer Handel, GEPA, MISEREOR, TransFair und der Weltladen-Dachverband am Dienstag die deutsche Fassung einer aktuellen Studie des Fair Trade Advocacy Office in Brüssel zum Thema Marktmacht veröffentlicht. Die Studie mit dem Titel "Wer hat die Macht? Machtkonzentration und unlautere Handelspraktiken in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten" stellt umfassend die Benachteiligung kleinbäuerlicher Produzenten dar.

„Ich hab’s gefunden, der Osterhase hat was hinter den Baum gelegt!“ In wenigen Tagen werden in Österreich wieder viele Kinder aufgeregt Wohnung, Haus und Garten nach versteckten Ostereiern durchsuchen. Schokolade findet sich wohl in jedem Osternest. Doch was hierzulande für strahlende Kinderaugen sorgt, ist anderswo auf der Welt mit Kindertränen verbunden. Denn nach wie vor werden in der Kakaoproduktion immer wieder Kinderarbeiter eingesetzt. Allein in der Elfenbeinküste und in Ghana - den beiden Ländern mit den weltweit größten Kakaoanbaugebieten - arbeiten bis zu 1,5 Millionen Kinder in Kakaoplantagen. Viele von ihnen unter unmenschlichen Bedingungen.

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