Kulturpolitik

berliner_afrikakonf_200Berlin (epo.de). - Das Münchener Museum für Völkerkunde soll den "Tangué", einen der wichtigsten Kultgegenstände der Küstenvölker Kameruns, an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben. Das hat das Kampagnenbündnis "125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz: erinnern, aufarbeiten, wiedergutmachen" gefordert. Die Schnitzerei, die als Schiffsschmuck diente, war 1884 unter der deutschen Kolonialherrschaft geraubt worden.
unesco_deBonn (epo.de). - Die Hälfte der rund 6.000 Sprachen, die heute weltweit gesprochen werden, ist nach Einschätzung der UNESCO vom Aussterben bedroht. Alle zwei Wochen sterbe eine Sprache aus, warnte die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur anlässlich des internationalen Tages der Muttersprache, der am 21. Februar begangen wird.
StudieBerlin (epo.de). - Die Zahl kulturell bedingter Konflikte hat in den vergangenen 25 Jahren sprunghaft zugenommen. Kulturelle Konflikte seien "besonders anfällig in ihrer Eskalation zu Gewalt", aber weitgehend "innerstaatliche Phänomene ohne zwischenstaatliche Dimensionen", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten empirischen Studie der Bertelsmann Stiftung über die Ursache von Konflikten. Samuel Huntingtons These vom "Clash of Civilisations", in dem Kultur die Triebfeder neuer internationaler Spannungen wird, sehen Konfliktforscher der Universität Heidelberg nicht bestätigt.
kulturweitBonn (epo.de). - Die ersten Jugendlichen, die der neue Freiwilligendienst "kulturweit" entsendet, sind am Mittwoch nach Afrika, Asien, Lateinamerika und Mittel- und Südosteuropa aufgebrochen. Die 200 jungen Menschen engagieren sich sechs oder zwölf Monate lang für den kulturellen Austausch und die internationale Verständigung zwischen Deutschland und ihren Einsatzländern. "kulturweit" wurde zu Beginn dieses Jahres vom Auswärtigen Amt und der Deutschen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen.
Ausstellung Die 3. Welt im 2. WeltkriegBerlin (epo.de). - Mit dem deutschen Angriff auf Polen begann am 1. September der Zweite Weltkrieg. Es war ein globaler Krieg, in den auch Millionen Menschen aus der Dritten Welt involviert waren - als Soldaten und als Opfer. Inder und Chinesen, Afrikaner und Lateinamerikaner, Filipinos und Pazifikinsulaner leisteten freiwillig oder zwangsrekrutiert für die kriegführenden Kolonialmächte Militär- und Arbeitsdienste. Die Wanderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" erinnert jetzt bei ihrer Premiere in Berlin an die in der europäischen Geschichtsschreibung weitgehend ausgeblendeten Aspekte des Zweiten Weltkrieges.
Drama Academy RamallahEssen/Berlin (epo.de). - Die Stiftung Mercator und die Folkwang Hochschule bauen im Rahmen der Initiative „Zukunft für Palästina“ zusammen mit dem palästinensischen Al-Kasaba Theatre die Drama Academy Ramallah auf. Dazu stellt die Stiftung Mercator für den Zeitraum von drei Jahren (2009 bis 2012) 300.000 Euro zur Verfügung. Die Folkwang Hochschule verantwortet die künstlerisch pädagogische Konzeption und betreut die strukturellen Abläufe. "So soll die kulturelle Zusammenarbeit gefördert und der Friedensprozess im Nahen Osten durch sichtbare Maßnahmen dauerhaft unterstützt werden", teilte die Stiftung am Donnerstag mit.
Modegala WeltgewänderBerlin (epo.de). - Die Welthungerhilfe hat die modebewußte junge Generation im Blick. Am 27. März lädt die Hilfsorganisation zum dritten internationalen Modewettbewerb „WeltGewänder“ ein. Im Palais im Funkturm werden 120 Modelle gezeigt, die junge Modemacher aus Deutschland, Peru und Mali mit traditionellen Stoffen aus Projektländern der Welthungerhilfe entworfen haben.
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