Kulturpolitik

wwf5Istanbul (epo.de). - Eine UNESCO-Präsentation über die schädlichen Auswirkungen von Staudamm-Bauten auf historische Kulturgüter kann auf Druck der türkischen Regierung beim Weltwasserforum in Istanbul nicht stattfinden. Wie Staudamm-Gegner berichteten, verzichtete das Wasserprogramm der UNESCO (International Hydrological Programme, IHP) nach zähen Verhandlungen auf den Programmpunkt beim Weltwasserforum, das vom 16. bis 22. März in der türkischen Metropole stattfindet.
Sheikh Zayed Book Award

Abu Dhabi (epo.de). - Für seine “führende Rolle beim Brückenschlag zwischen der arabischen und der spanischen Kultur" erhält der spanische Arabist Pedro Martínez Montávez den Sheikh Zayed Book Award. Das gab jetzt das Preisverleihungskomitee des angesehensten und mit einer Million Dirhams (rund 215.000 Euro) am höchsten dotierten Preises der arabischen Welt in Abu Dhabi bekannt.
arteBonn (epo.de). - Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland präsentiert vier Wochen vor der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Bonn die Ausstellung "Arte Sustenibile – Kunst und Design im Kontext von Klimawandel und Nachhaltigkeit". Sie zeigt ab dem 6. März 2009, was sich Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt unter einer nachhaltigen Lebensweise vorstellen.
bedrohte Sprachen. Grafik: UNESCOBonn (epo.de). - Der Weltatlas über vom Aussterben bedrohte Sprachen liegt in einer aktualisierten Ausgabe vor. Der neue Atlas "Endangered Languages" wurde am 19. Februar in Paris von der UNESCO vorgestellt und erstmals auch als interaktive digitale Datenbank veröffentlicht, die rund 2.500 Sprachen enthält. Anlässlich des 10. Internationalen Tags der Muttersprache am 21. Februar wurde nach 1996 und 2001 damit der dritte Atlas präsentiert.
unescoBerlin (epo.de). - Das Auswärtige Amt startet am Freitag den neuen internationalen Freiwilligendienst "Kulturweit", mit dem junge Menschen für sechs oder zwölf Monate ins Ausland gehen können. Der kulturelle Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes wird in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission durchgeführt. "Kulturweit" soll  jungen Menschen zwischen 18 und 26 Jahren die Möglichkeit geben, sich in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren.
Bundeskanzerlin Angela Merkel. Foto: BPABerlin (epo.de). - Bundeskanzlerin Angela Merkel will die die Arbeit der Goethe-Institute ausbauen. Das kündigte die Kanzlerin jetzt bei einem Besuch des Goethe-Instituts in München an. Die Arbeit der Goethe-Institute ist aus der Sicht der Bundesregierung wichtiger denn je. Sie könnten weltweit ein modernes, weltoffenes und vielfältiges Bild von Deutschland vermitteln. "Ich bin stolz, dass wir eine solche Visitenkarte der Kulturarbeit im Ausland haben", sagte Merkel. Angesichts der Globalisierung und dynamisch wachsender Wirtschaftsregionen werde die kulturelle Arbeit im Ausland für Deutschland immer wichtiger.
NagaBasel/Zürich (epo.de). - Die Naga, zu denen rund 30 ethnische Gruppen zählen, sind Thema von gleich zwei spannenden Ausstellungen, einer im Völkerkundemuseum in Zürich und einer, die am 22. August im Basler Museum der Kulturen eröffnet wird. Sie bewohnen eine Bergregion an der Grenze zwischen Nordostindien und dem nordwestlichen Burma. Früher am äußersten Rand des britischen Kolonialreiches als Kopfjäger gleichzeitig gefürchtet und für ihre materielle Kultur bewundert, war das Siedlungsgebiet dieser Menschen seit der Unabhängigkeit Indiens 1947 wegen zahlreicher bewaffneter Konflikte Sperrzone. Erst seit 2001 sind Reisen in den indischen Bundesstaat Nagaland auch für Ausländer wieder möglich. Vor diesem Hintergrund bieten das Völkerkundemuseum der Universität Zürich und das Museum der Kulturen Basel mit zwei sich gegenseitig ergänzenden Ausstellungen Einblicke in das kulturelle Erbe einer Region, die lange Zeit aus dem Blickfeld des Westens geraten war.
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