Kulturpolitik

UNESCOBonn (epo.de). - Das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen ist am 18. März 2007 in Kraft getreten. Seit der Verabschiedung durch die UNESCO-Generalkonferenz im Oktober 2005 haben 52 Staaten die Konvention ratifiziert. Deutschland hat das Übereinkommen am 12. März ratifiziert. Die erste Vertragsstaatenkonferenz tritt voraussichtlich im Juni 2007 in Paris zusammen.
Right LivelihoodStockholm (epo.de). - Die Alternativen Nobelpreise ("Right Livelihood Awards") gehen in diesem Jahr an den brasilianischen Bürgerrechtler Chico Whitaker Ferreira, den US-amerikanischen Friedenssaktivisten Daniel Ellsberg, die indische Frauenrechtlerin Ruth Manorama und an das Internationale Poesie-Festival in Medellin, Kolumbien. Dies gab der Gründer der Right-Livelihood-Stiftung, Jakob von Uexküll, am Donnerstag in Stockholm bekannt.

unesco

Vilnius/Bonn (epo.de). - Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 30. Tagung vom 8. bis 16. Juli 2006 in Vilnius (Litauen) weitere 18 Stätten aus 18 Ländern in die Welterbeliste aufgenommen. Von den Neuaufnahmen zählen 16 zum kulturellen Erbe und zwei zum natürlichen Erbe. Insgesamt verzeichnet die "Liste des Kultur- und Naturerbes der Menschheit" jetzt 830 Stätten in 138 Ländern.

Asmara Ausstellung CoverBerlin (epo). - Vor 15 Jahren befreite sich Eritrea nach rund 100 Jahren von der Fremdherrschaft. Anlass zum Feiern besteht kaum, denn die Bevölkerung leidet unter dem Konflikt mit Äthiopien und periodischen Dürren. Mehrere tausend politische Gefangene werden laut amnesty international ohne Anklage festgehalten, oppositionelle Bestrebungen unterdrückt. Zwei Drittel der rund 4,5 Millionen Einwohner sind auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Ein Hoffnungsschimmer ist für manche Eritreer die Aussicht auf mehr Tourismus. Denn neben seiner landschaftlichen Schönheit besitzt das Bergland am Horn von Afrika in der Hauptstadt Asmara eines der größten architektonischen Ensembles der Klassischen Moderne, wie eine Ausstellung im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) Berlin demnächst zeigen wird.

KCID

Stuttgart (epo). Forderungen nach der Todesstrafe für den vor 16 Jahren vom Islam zum Christentum konvertierten Afghanen Abdul Rahman haben deutschlandweit Entsetzen in den christlich-islamischen Dialoginitiativen hervorgerufen. "Muslime und Christen in Deutschland treten gemeinsam für die Religionsfreiheit und den Schutz religiöser Minderheiten ein. Sie fordern die Einstellung des Verfahrens und die Revision der schariatsrechtlichen Bestimmungen in der afghanischen Verfassung zugunsten der Religionsfreiheit", erklärte der Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialoges am Freitag in Stuttgart.

Entwicklung und SportBonn (epo). - Der Verband Entwicklungspolitik hat eine Website zu seinem Projekt "Entwicklung und Sport" online geschaltet. Unter der Adresse www.entwicklung-und-sport.de informiert VENRO über Hintergründe, Ziele und Veranstaltungen des Projekts, das der Verband mit nationalen und europäischen Kooperationspartnern aus den Bereichen Sport, Medien und entwicklungspolitischer Bildungsarbeit gestartet hat.

Charles TaylorBerlin (epo). - Für Charles Taylor ist es das Denken in feindlichen Lagern und damit die Mißachtung der liberalen Grundregeln einer komplexen, säkularisierten und multikulturellen Gesellschaft, das die Krise verursacht hat. Der kanadische Politologe und Philosoph sprach bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin über den Karikaturen-Streit. "No block thinking" lautete denn auch seine Forderung an das Publikum - das Wort "Islam" dürfe man nicht gleich mit der Steinigung untreuer Ehefrauen assoziieren, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Freund sinnstiftender Religionen in einer entfremdeten Konsumwelt plädierte einmal mehr für eine multikulturelle Gesellschaft, als deren Vordenker er gilt.

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