Kulturpolitik

no humboldt21 logoBerlin. - Nach der Weigerung des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, im Rahmen einer Podiumsdiskussion oder eines Radiointerviews mit afrikanischen und Schwarzen Expertinnen und Experten über das Humboldt-Forum zu diskutieren, hat das Kampagnenbündnis "No Humboldt 21!" auf einer Pressekonferenz konkrete Indizien für Schädel und Skelette sowie für Kriegsbeute aus allen ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika in den Depots der Staatlichen Museen zu Berlin vorgelegt.

pro asyl 100Frankfurt. - Die Stadt Frankfurt am Main und die Frankfurter Buchmesse haben ihr Unterstützungsprogramm für verfolgte Autorinnen und Autoren auf Eis gelegt. Wie PRO ASYL am Freitag berichtete, sei dem Projekt des Frankfurter Netzwerkes "Städte der Zuflucht" ein jähes Ende gesetzt worden. Angesichts weltweit steigender Flüchtlingszahlen sei dies ein "falsches Signal zur falschen Zeit", kritisierte PRO ASYL.

unescoBonn. - Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 37. Tagung in Phnom Penh (Kambodscha) 19 Stätten neu in die Liste des Welterbes aufgenommen, darunter aus Namibia die Namib-Wüste, Erstmals sind Fidschi mit der historischen Hafenstadt Levuka, Katar mit den archäologischen Stätten von Al Zubarah und Lesotho mit dem Nationalpark Sehlabathebe als Erweiterung der grenzüberschreitenden Welterbestätte Maloti-Drakensberg in der Liste vertreten.

hohumboldtBerlin. - Ein Bündnis von 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Aussetzung der Arbeit am Humboldt-Forum im Berliner Schloss. "Das vorliegende Konzept verletzt die Würde und Eigentumsrechte von Menschen in allen Teilen der Welt, ist eurozentrisch und restaurativ", sagte Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. In einem Aufruf fordert das Kampagnenbündnis "No Humboldt 21!" neben dem Moratorium eine breite öffentliche Debatte zum Humboldt-Forum, dessen Grundsteinlegung für den 12. Juni geplant ist.

unesco deBonn. - Von den heute rund 6.000 gesprochenen Sprachen ist die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Daran erinnert die UNESCO zum internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar. Ein Großteil dieser Sprachen wird von weniger als 10.000 Menschen gesprochen. In diesem Jahr steht das Wechselverhältnis von Buchproduktion und gesprochener Sprache im Mittelpunkt des Gedenktages.

deutsche_afrika_stiftung_100Köln. - Der Deutsche Afrika-Preis ist erstmals an zwei Künstler verliehen worden. Die Südafrikanerin Marlene Le Roux, Direktorin am Artscape Theatre in Kapstadt, sowie der südafrikanische Kabarettist, Autor und Aktivist Pieter Dirk Uys wurden bei einer Feier in Köln für ihren langjährigen Einsatz gegen Diskriminierung in ihrem Heimatland ausgezeichnet.
goethe_100Berlin. - Das Goethe-Institut veranstaltet mit der Caspar Ludwig Opländer Stiftung, der Stiftung Mercator, der Allianz Kulturstiftung und weiteren Partnern am 28. und 29. November in Berlin eine internationale Konferenz zum Thema Kulturmanagement. Die Konferenz soll Teilnehmer von Fortbildungs-Programmen und Vertreter von Kultureinrichtungen im In- und Ausland zusammenbringen.
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