SPON LogoBerlin (epo.de). - Im frisch gegründeten MediaWatch Blog berichtet epo-Herausgeber Klaus Boldt über eine Kontroverse, die seit einiger Zeit die entwicklungspolitische Szene beschäftigt. Ist die Entwicklungszusammenarbeit an der Misere in Afrika (mit)schuld? Die Kritik an der Entwicklungshilfe ist so alt wie diese selbst, aber jetzt schoss ein Kritiker übers Ziel hinaus: "Wie Entwicklungshelfer den Tod nach Afrika bringen", titelte SPIEGEL ONLINE unlängst, und es gab einige wütende Kommentare. Dabei bewahrheitete sich der Slogan "SPIEGEL-Leser wissen mehr" (...als SPIEGEL-Redakteure). Lesen Sie mehr...
Nelson Mandela auf Robben IslandBerlin (epo.de). - Heute wird der 90. Geburtstag eines Mannes begangen, der weltweit hohes Ansehen genießt. Man kann sicher sein, dass die Staats- und Regierungschefs dieser Welt Nelson Rolihlahla Mandela als Helden der Versöhnung mit den einstigen Peinigern, als "Gutmenschen", als großen Humanisten und Kämpfer gegen Armut und Ungerechtigkeit feiern. Gegen eben jene Armut und Ungerechtigkeit, deren Überwindung sie selbst bei jedem G8 Gipfeltreffen sabotieren oder bei UNO-Vollversammlungen und Resolutionen im UN-Sicherheitsrat torpedieren. Die meisten Mainstream-Medien spielen dieses Spiel mit und transportieren Schablonen eines Popstars: eine kommentierte Medienschau von Klaus Boldt.
Nelson Mandela. Foto: ANCBerlin (epo.de). - Zum 90. Geburtstag von Nelson Mandela am 18. Juli hat die deutsche Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) den "unermesslichen Beitrag für eine bessere Welt" des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewürdigt. Mandela habe einmal gesagt: "Wenn man sein Herz berührt, ist jeder fähig sich zu verändern." Es sei ihm gelungen, in seinem Leben Millionen von Herzen zu berühren", erklärte die Ministerin.

Der Afrikastein. Foto: WendtBerlin (epo.de). - In dem Getöse um den Berliner Flughafen Tempelhof, der vermutlich noch bis zum Oktober lärmende und luftvergiftende Fluggeräte aufnimmt, bleiben Merkwürdigkeiten in seiner unmittelbaren Umgebung ziemlich stumm. Zum Beispiel der "Afrikastein." Zwei Generationen nach dem Untergang der Kolonialmetropole Berlin ist er das einzige Denkmal, das an die deutsche Besatzungszeit im heutigen Namibia erinnert. Der rötliche Granitfindling, in den die Kaiserkrone und der Südwester mit Kokarde eingeritzt sind, wurde von der Afrika-Kameradschaft Berlin (AKB), die zum Deutschen Afrika-Korps e.V. gehört, restauriert. Aber es gibt auch Proteste gegen das Denkmal, das den 90.000 Opfern der deutschen Kolonisierung nicht gedenkt. Ein Kommentar von Johannes Wendt.

Frau beim Unkraut jäten in Bolivien. Foto: GTZBerlin (epo.de). - Mit der Explosion der Lebensmittelpreise drängt sich immer mehr die Frage auf, was die internationale Staatengemeinschaft und die betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländer unternehmen können. Für die Neoliberalen ist klar: Subventionen und niedrige Erzeugerpreise haben die Landwirtschaft unattraktiv gemacht und zu einer Vernachlässigung der ländlichen Infrastruktur geführt. Für die Kritiker der Globalisierung liegt der Fall genau anders herum: Hemmungslose Spekulation auf den Weltmärkten verteuert die Lebensmittel unnötigerweise. Darüber hinaus haben ungerechte Handelsstrukturen und subventionierte Agrarexporte seitens der Industrieländer die örtlichen Produktionsstrukturen – und damit die Wettbewerbschancen der Bauern - im Süden zerstört, argumentiert epo-Mitarbeiter Uwe Kerkow in seinem Kommentar zur aktuellen Ernährungskrise.

Sashi Tharoor. Foto: sashitharoor.comBerlin (epo/IPS). - Die indische Regierung hat ganz offiziell UN-Untergeneralsekretär Shashi Tharoor als Nachfolger von Kofi Annan, der Ende des Jahres ausscheidet, vorgeschlagen. Damit meldet sich Indien nach jahrzehntelanger diplomatischer Zurückhaltung auf der weltpolitischen Bühne zurück. Der Entscheidung, die 'Tharoor-Karte' offen zu spielen, ist einiges vorangegangen: Indien hat sich nicht nur von den erschütternden Auswirkungen der erniedrigenden Niederlage im Krieg mit China 1962, sondern auch von einer schmerzlichen Phase der außenpolitischen Orientierungslosigkeit nach dem Wegfall der Berliner Mauer erholt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion stand Indien mit seiner Politik der Blockfreiheit vor einem außenpolitischen Scherbenhaufen.

Karikatur von GraffBerlin (epo). - Der Vorgang wird als "Karikaturen-Streit" in die Geschichte eingehen. Ein scheinbar banaler Anlass - die Veröffentlichung von einem Dutzend Mohammed-Karikaturen in der zumindest in der Vergangenheit rechtslastigen dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" - rief Massendemonstrationen in der gesamten islamischen Welt hervor, im Nahen Osten, im Mahgreb, vor allem in Afghanistan, im Iran und in Syrien, aber auch in Malaysia und im größten islamischen Land, Indonesien. Der Westen trat daraufhin geschlossen zur "Verteidigung der Pressefreiheit" an. Politische Kommentatoren konstatierten den von Samuel P. Huntington konstatierte "Kampf der Zivilisationen".

Back to Top