Artenschutz

Soja Anbau in Brasilien. Foto: GreenpeaceHamburg (epo). - Am Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt hat Greenpeace dem US-Agrarkonzern Cargill vorgeworfen, er unterstütze mit seinem Soja-Geschäft die Zerstörung des größten und artenreichsten Regenwaldes der Erde am Amazonas. "Der Konzern fördert die Ausweitung des Soja-Anbaus im Regenwald durch Kredite, landwirtschaftliche Maschinen und Logistik. Cargill bezieht die Soja von Farmern, die den Urwald zerstören sowie in illegale Landnahme und Sklaverei verwickelt sind. Die nach Europa exportiete Soja dient hier als Futter für Masttiere wie Schweine, Rinder oder Kühe", kritisierte Greenpeace.

Waldgebiete der ErdeCuritiba/Brasilien, 31. 3. 2006 - Die 8. Vertragsstaaten Konferenz über Biologische Vielfalt (CBD), die heute im brasilianischen Curitiba zu Ende geht, ist aus der Sicht der Umweltorganisation Greenpeace "auf ganzer Linie gescheitert". Die 188 Mitgliedsstaaten seien nicht in der Lage, das Artensterben in Urwäldern und Meeren zu verringern, urteilte die Organisation. "Diese Konferenz ist wie ein großer Dampfer inmitten eines Unwetters - ohne Kapitän und ohne Treibstoff", sagte Martin Kaiser, Leiter der Greenpeace-Delegation auf der CBD. Auch der WWF bedauerte, dass keine größeren finanziellen Zusagen gemacht wurden.

Orang Utans. Foto: WWFCuritiba (epo). - Brasiliens Präsident Luis Inacio "Lula" da Silva hat den reichen Ländern vorgeworfen, sie steuerten zu wenig Geld für den Erhalt der weltweiten Artenvielfalt bei. Es sei nicht akzeptabel, dass die ärmsten Länder der Welt, die über den größten Artenreichtum der Erde verfügten, die Last alleine zu tragen hätten, sagte Lula bei der Eröffnung des ministeriellen Teils der 8. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über biologische Vielfalt in Curitiba.
Sachalin 2Berlin/Prag (epo). - Internationale Umweltorganisationen halten die erweiterte Umweltverträglichkeitsprüfung, die Shell für sein Öl- und Gasprojekt Sachalin 2 vorgelegt hat, für völlig unzureichend. Auf der Grundlage der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) will die Osteuropabank entscheiden, ob sie den Bau des 20 Mrd. US$ Projektes mit öffentlichen Geldern unterstützen wird.

WWFFrankfurt a.M. (epo). - Wirksamer Naturschutz muss die Menschen vor Ort mit einbeziehen und ihnen auch eine wirtschaftliche Perspektive bieten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF), die anlässlich der 8. Konferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) vom 20. bis 31. März in Curitiba/Brasilien veröffentlicht worden ist. "Pandas, Gorillas oder Tiger retten - das heißt nicht nur, eine bedrohte Arte vor dem Aussterben zu schützen, sondern auch, Armut zu bekämpfen", erklärte der WWF.

nabuBerlin (epo). - Der Naturschutzbund (NABU) hat den zunehmenden Tier- und Jagdtrophäenhandel in Kirgistan kritisiert. Diese gefährde die Artenvielfalt, erklärte die Organisation am Mittwoch in Berlin. Aktuell kämpft der NABU vor Ort um insgesamt 24 wild gefangene seltene Marco-Polo-Schafe und Sibirische Steinböcke, die sich bereits mehr als ein Jahr in Gefangenschaft befinden und ins Ausland verkauft werden sollen.

Sakhalin ?lprojekt. Foto: NROBerlin (epo). - Internationale Umweltorganisationen und Bewohner der Insel Sakhalin im russischen Osten sind enttäuscht von der Entscheidung der Osteuropabank (EBRD), die offizielle Konsultationsphase des Öl- und Gasprojekts Sakhalin II zu beginnen. Das Bank Management und der Verwaltungsrat hatten am Mittwoch trotz großer Umweltbedenken entschieden, die Konsultationsphase zu beginnen. Nun wird die Umweltverträglichkeitsstudie des Projektes veröffentlicht. Sie kann 120 Tage lang kommentiert werden.

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