Artenschutz

java_nashorn_wwf_100Hanoi. - In Vietnam ist das letzte Java-Nashorn von Wilderern getötet worden. Das haben Wissenschaftler des World Wide Fund For Nature (WWF) am Dienstag bekannt gegeben. Das Java-Nashorn ist eines von drei asiatischen Nashörnern. Nachdem es in Vietnam ausgestorben ist, gibt es laut WWF nur noch einen kleinen Bestand von 50 Individuen im Ujung-Kulon Nationalpark an der Westspitze der indonesischen Insel Java. Der WWF sprach von einem "schwarzen Tag für den internationalen Artenschutz".
dnrBerlin. - Die deutsche Bundesregierung soll Gelder für den Yasuní-Nationalpark in Ecuador bereitstellen und so dabei mithelfen, das artenreiche Gebiet vor der Zerstörung durch die Erdölförderung zu retten. Das haben der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Verband Entwicklungspolitik (VENRO), das Klima-Bündnis und das Forum Umwelt und Entwicklung am Mittwoch nach Gesprächen mit ecuadorianischen Politikern in Berlin gefordert.
wwf_150Berlin. - In einem unberührten Stück Regenwald im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso ist eine neue Primatenart entdeckt worden, die zur Gattung Callicebus (Springaffen) gehört. Eine WWF-Expedition im Dezember 2010 hatte die neue Affenart gesichtet. Erst nach gründlicher Analyse aller gesammelten Daten durch den Biologen Júlio Dalponte konnte jetzt "mit großer Sicherheit" bestätigt werden, dass es sich tatsächlich um eine Neuentdeckung handelt.
kaza_100Berlin. - In Angolas Hauptstadt Luanda ist eines der größten Naturschutzgebiete der Erde offiziell aus der Taufe gehoben worden. Die fünf Staaten Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe wollen 36 Schutzgebiete so vernetzen, dass ein zusammenhängendes Gebiet von 350.000 Quadratkilometern entsteht, in dem Tiere wie Elefanten, Leoparden und Flusspferde ungestört leben und wandern können. Die Flüsse Kavango und Zambezi geben dem Naturpark seinen Namen: Kaza.
nebelparder_borneo_wwf_100Berlin. - Die Umweltorganisation WWF hat davor gewarnt, dass auf der Insel Borneo zahlreiche bisher kaum erforschte Katzenarten und andere Beutegreifer ausgerottet werden könnten. Grund hierfür sei die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder. Aufgrund der zurückgezogenen Lebensweise vieler dieser Arten würden sie in internationalen Schutzprogrammen bisher kaum berücksichtigt, so der WWF. Es drohten daher Arten auszusterben, bevor sie überhaupt richtig erforscht seien.
Berlin. - Die Regierung Kenias hat erstmals seit 22 Jahren wieder Elfenbein verbrennen lassen. Fast fünf Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein wurde am Mittwoch im Tsavo Nationalpark den Flammen übergeben - als Symbol für einen konsequenten Kampf gegen Wilderei und Elfenbeinschmuggel. Das Elfenbein stammt ursprünglich aus Sambia und Malawi und wurde in Singapur beschlagnahmt.
grauwal_wwfJersey. - Nach heftigen Debatten ist auf der englischen Kanalinsel Jersey die 63. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu Ende gegangen. Die Konferenz beschloss mehr Transparenz, die Einrichtung eines neuen Walschutzgebietes im Südatlantik scheiterte jedoch am Boykott der Walfangländer. "Mit dem heutigen Tag wurde der mehrjährige Kuschelkurs mit den Walfängern beendet", sagte Sandra Altherr, die für Pro Wildlife an der Tagung teilnahm.
Back to Top