Ernährung

Berlin (epo.de). - Der Schweizer Soziologe und UN-Berater Jean Ziegler hat gefordert, kriminelle Banker international strafrechtlich zu verfolgen. "Wirtschaftsdelikte müssen wie Kriegsverbrechen verfolgt werden. Die Banker haben mehr Menschen auf dem Gewissen als mancher afrikanische Warlord", sagte Ziegler in einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel".

MV Semlov. Foto: WFP

Mombasa/Berlin (epo.de). - Das erste Schiff des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) hat unter der jüngst bereit gestellten EU-Eskorte am Horn von Afrika Kurs auf Somalia genommen. Das World Food Programme zeigte sich am Montag dankbar über die Eskorten der Europäischen Union. Die Mission der EU sei eine langfristige Lösung, die Leben in Somalia retten werde. 3,25 Millionen Somalis benötigen laut WFP humanitäre Hilfe, darunter 3,1 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe.

Dt. BundestagBerlin (epo.de). - Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag mit einer Mehrheit der Stimmen der Großen Koalition und der FDP einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt, eine Milliarde Euro aus zurückfließenden Mitteln der EU für die Förderung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu verwenden. Wie es aus Kreisen der Union hieß, sei eine Umwidmung der Mittel, wie sie von EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso vorgeschlagen worden war, finanztechnisch zu schwierig. In der SPD-Fraktion hieß es, es gebe Unstimmigkeiten in der Regierung. Insbesondere das Finanzministerium und das Landwirtschaftsministerium seien dagegen.

Kinderspeisung. Foto: BfdW/Dornberger

Aachen/Berlin (epo.de). - Anlässlich der Diskussion im Entwicklungsausschuss des Bundestags hat das katholische Hilfswerk MISEREOR die Bundesregierung und den Bundestag aufgefordert, zusätzliche Mittel für die Ernährungssicherung in Entwicklungsländern bereitzustellen. "Angesichts der derzeitigen Hungerkrise ist die Initiative der EU-Kommission, eine Milliarde Euro aus dem EU-Agrarhaushalt für die Landwirtschaft in Entwicklungsländern umzuwidmen, das richtige politische Signal. Deshalb ist es uns aus entwicklungspolitischer Sicht unverständlich, warum sich die Bundesregierung dagegen entscheiden will", erklärte Bernd Bornhorst, Leiter der Abteilung Entwicklungspolitik bei MISEREOR am Dienstag in Aachen.

wfd 2008 logoBerlin (epo.de). - Anlässlich des Welternährungstages haben Hilfsorganisationen, Parteien und Globalisierungsgegner auf den sich ausbreitenden Hunger in der Welt hingewiesen und zu dessen Bekämpfung aufgerufen. Es wird befürchtet, dass die anhaltende Finanzkrise Armut und Ungerechtigkeit in der Welt weiter verstärken wird. Der Welternährungstag findet jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll an die vielen an Hunger leidenden Menschen erinnern. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO, eine Sonderorganisation der UNO wurde am 16. Oktober 1945 mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, gegründet.

Foto: Brot für die Welt / Ursula Dornberger.

Berlin (epo.de). - Durch die dramatisch gestiegenen Preise für Nahrungsmittel hat die Zahl der Hungernden drastisch zugenommen. Im vergangenen Jahr ist sie weltweit um 73 auf 923 Millionen Menschen angestiegen. Anlässlich des Welthungertages am 16. Oktober fordern die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" und die Entwicklungsorganisation Germanwatch gezielte Maßnahmen zur Hungerbekämpfung. Es müssten wesentlich mehr Mittel zur Förderung des  ländlichen Raums in Entwicklungsländern bereit gestellt werden. Ihre Forderung untermauern beide Organisationen mit der gemeinsamen Studie "Ist Essen bald Luxus?"

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Aachen/Berlin (epo.de). - Das bischöfliche Hilfswerk MISEREOR und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) haben anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober in einer gemeinsamen Studie einen umfassenden Kurswechsel in der internationalen Agrarpolitik gefordert. Seit über zehn Jahren steige die Zahl der Hungernden weltweit an. Im Jahr 2008 seien es bereits mehr als 923 Millionen Menschen. Diese Zahl dokumentiere die verfehlte Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte und müsse Anlass genug sein, die Ausrichtung der Landwirtschaft grundlegend zu ändern, erklärten die Organisationen. 
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