Ernährung

Kinderspeisung. Foto: BfdW/Dornberger

Aachen/Berlin (epo.de). - Anlässlich der Diskussion im Entwicklungsausschuss des Bundestags hat das katholische Hilfswerk MISEREOR die Bundesregierung und den Bundestag aufgefordert, zusätzliche Mittel für die Ernährungssicherung in Entwicklungsländern bereitzustellen. "Angesichts der derzeitigen Hungerkrise ist die Initiative der EU-Kommission, eine Milliarde Euro aus dem EU-Agrarhaushalt für die Landwirtschaft in Entwicklungsländern umzuwidmen, das richtige politische Signal. Deshalb ist es uns aus entwicklungspolitischer Sicht unverständlich, warum sich die Bundesregierung dagegen entscheiden will", erklärte Bernd Bornhorst, Leiter der Abteilung Entwicklungspolitik bei MISEREOR am Dienstag in Aachen.

wfd 2008 logoBerlin (epo.de). - Anlässlich des Welternährungstages haben Hilfsorganisationen, Parteien und Globalisierungsgegner auf den sich ausbreitenden Hunger in der Welt hingewiesen und zu dessen Bekämpfung aufgerufen. Es wird befürchtet, dass die anhaltende Finanzkrise Armut und Ungerechtigkeit in der Welt weiter verstärken wird. Der Welternährungstag findet jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll an die vielen an Hunger leidenden Menschen erinnern. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO, eine Sonderorganisation der UNO wurde am 16. Oktober 1945 mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, gegründet.

Foto: Brot für die Welt / Ursula Dornberger.

Berlin (epo.de). - Durch die dramatisch gestiegenen Preise für Nahrungsmittel hat die Zahl der Hungernden drastisch zugenommen. Im vergangenen Jahr ist sie weltweit um 73 auf 923 Millionen Menschen angestiegen. Anlässlich des Welthungertages am 16. Oktober fordern die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" und die Entwicklungsorganisation Germanwatch gezielte Maßnahmen zur Hungerbekämpfung. Es müssten wesentlich mehr Mittel zur Förderung des  ländlichen Raums in Entwicklungsländern bereit gestellt werden. Ihre Forderung untermauern beide Organisationen mit der gemeinsamen Studie "Ist Essen bald Luxus?"

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Aachen/Berlin (epo.de). - Das bischöfliche Hilfswerk MISEREOR und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) haben anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober in einer gemeinsamen Studie einen umfassenden Kurswechsel in der internationalen Agrarpolitik gefordert. Seit über zehn Jahren steige die Zahl der Hungernden weltweit an. Im Jahr 2008 seien es bereits mehr als 923 Millionen Menschen. Diese Zahl dokumentiere die verfehlte Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte und müsse Anlass genug sein, die Ausrichtung der Landwirtschaft grundlegend zu ändern, erklärten die Organisationen. 

WHI Länder 2008

Berlin (epo.de). - In 33 Ländern weltweit herrscht eine "sehr ernste" oder "gravierende" Hungersituation. Diese Länder bilden die Schlusslichter im Welthunger-Index 2008 (WHI 08), den das Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) aus Washington und die Welthungerhilfe anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober am Dienstag in Berlin vorstellten. Die Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Burundi, Niger und Sierra Leone schneiden am schlechtesten von insgesamt 88 Ländern in dem Ranking ab. Dort ist die Situation "teils sehr gravierend". Nach Weltregionen gruppiert, steht Afrika südlich der Sahara am schlechtesten da, gefolgt von Südasien. Insgesamt ist die Zahl der Hungernden weltweit von 848 auf 923 Millionen Menschen gestiegen.

iwf weltbank logosWashington (epo.de). - Aufgrund der weltweit steigenden Nahrungsmittel- und Kraftstoffpreise ist die Zahl der unter- und mangelernährten Menschen nach Angaben der Weltbank im Jahr 2008 bislang um 44 Millionen auf fast eine Milliarde gestiegen. Arme Familien müssten aufgrund der Krisen am Rande des Existenzminimums leben und Millionen Kinder würden dadurch irreparable gesundheitliche Schäden zugefügt, heißt es in einem im Vorfeld der Jahrestagung der Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington veröffentlichten Bericht. Weiterlesen...
iwf Washington (epo.de). - Trotz des Sinkens der Nahrungsmittel- und Rohölpreise auf dem Weltmarkt leiden nach einer Untersuchung des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch unter den Auswirkungen der Krise. Sie seien in Gefahr, ihre Devisenreserven zu verlieren, sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn am Donnerstag in Washington. Die "Schocks" seien mit einer steigenden Inflation und einem geringeren Wirtschaftswachstum verbunden, sagte der IWF-Chef. Afrika drohe damit noch weiter vom Weg zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele abzukommen.
Mehr... (IWF-Website)
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