Rohstoffe

tschad lage 150Berlin. - Nach zehn Jahren Erdölförderung im Tschad haben deutsche Nichtregierungs-Organisationen am Montag in Berlin eine "ernüchternde Bilanz" gezogen. "Wenn es keine demokratische Kontrolle gibt, werden alle Versprechen, dass die Erlöse auch den Ärmsten zugutekommen, gebrochen", so das Fazit von Uta Bracken, Referatsleiterin West- und Zentralafrika bei Brot für die Welt.

rohstoffe studie ngos 100Berlin. - Mit "Strategien für eine nachhaltige Rohstoffversorgung" befasst sich der Deutsche Rohstofftag am 11. September in Berlin. Der vom BMZ organisierte Tag werde aber mehr der Sicherung der Rohstoffe für die deutsche Industrie dienen als eine nachhaltige, sozial gerechte und umweltverträgliche Politik fördern, befürchten nichtstaatliche Organisationen aus den Arbeitsfeldern Umwelt, Entwicklung und Menschenrechte.

euBerlin. - Die zivilgesellschaftlichen Organisationen Brot für die Welt, Misereor, ONE und Transparency Deutschland haben die Entscheidung des EU-Parlaments über die Richtlinienvorschläge der EU-Kommission für mehr Transparenz im Rohstoffsektor begrüßt. Den neuen Regelungen zufolge sind große Unternehmen im Öl-, Gas- und Bergbausektor sowie in der Forstwirtschaft verpflichtet, ihre Zahlungen wie Steuern und Konzessionen an Regierungen offenzulegen.

Palmölkerne. Foto: Bremen Yong, RSPOBerlin. - In Berlin treffen sich derzeit Vertreter aus Industrie, nichtstaatlilchen Organisationen und Verbänden. Am Montag gründeten sie das "Forum Nachhaltiges Palmöl" (FONAP), das sich für eine nachhaltigere Produktion von Palm(kern)öl in den Anbauländern einsetzen soll. Neben Unternehmen zählt der WWF zu den Initiatoren des Forums, das von Entwicklungs-Organisation teilweise sehr kritisch gesehen wird. Demonstranten reinigten die Gehsteige des Tagungsortes, wo am Dienstag der Europagipfel des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) stattfindet.

eitiSydney. - Australien und Deutschland haben am Rande der Weltkonferenz der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) in Sydney eine engere entwicklungspolitische Zusammenarbeit im Rohstoffsektor in Afrika vereinbart. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Gudrun Kopp, und der Chef der australischen Entwicklungsorganisation AusAID, Peter Baxter, unterzeichneten die Vereinbarung.

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