Rohstoffe

Berlin. - Die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten haben sich am Mittwoch nach einjährigen Verhandlungen auf die Leitlinien einer Verordnung geeinigt, die den Handel mit den sogenannten Konfliktmineralien regulieren soll. Deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisationen begrüßen die Initiative, zeigen sich über den Inhalt der Einigung aber enttäuscht.

Berlin . - Am Mittwoch hat die Fortsetzung der Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und EU-Staaten über den künftigen Handel mit Konfliktmineralien stattgefunden. Neben Entwicklungsorganisationen wie Germanwatch und dem Ökumenischen Netz Zentralafrika fordern auch Teile der Wirtschaft - z.B. der Unternehmensverband "Fachvereinigung Edelmetalle" - von der Bundesregierung, dass alle Unternehmen, die Konfliktmineralien verwenden, Sorgfaltspflichten einhalten müssen.

stop mad mining 200Brüssel. - Vertreter von Europaparlament, EU-Kommission und der niederländischen Ratspräsidentschaft treffen sich am 5. April im Rahmen des formellen Trilogs in Brüssel zu Verhandlungen über die neue Konfliktmineralien-Verordnung der EU. Vor dem Treffen überreicht das Bündnis "Stop Mad Mining" knapp 42.000 Unterschriften der Petition "Stoppt den tödlichen Handel mit Konfliktmineralien". Darin fordern die UnterzeichnerInnen eine verbindliche EU-Verordnung, die die Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Sorgfaltspflichten nach Vorbild von OECD-Standards zu erfüllen.

misereorAachen. - Mehr als 170 Organisationen aus Lateinamerika, Europa und den USA, darunter MISEREOR, haben dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau am Montag einen Offenen Brief überreicht, in dem sie den Politiker auffordern, kanadische Bergbauunternehmen, die in zahlreichen Ländern der Welt tätig sind, wirksamer zu regulieren. Damit sollen nach Meinung der Unterzeichner weitere Menschenrechtsverletzungen verhindert werden.

germanwatch 150Berlin. - Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Fortschreibung des Ressourceneffizienzprogramms beschlossen. Germanwatch begrüßte grundsätzlich das Regierungsvorhaben zur Ressourceneffizienz, insbesondere bei Menschenrechtsfragen sei der ursprüngliche Entwurf des Umweltministeriums jedoch stark abgeschwächt worden.

Back to Top