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Migration

unhcrMogadischu/Genf (epo.de). - Beim Versuch, dem Bürgerkrieg in Mogadischu zu entkommen, sind in diesem Jahr nach UN-Schätzungen bereits 300 somalische Flüchtlinge im Golf von Aden ums Leben gekommen. Rund 30.000 Menschen seien im ersten Halbjahr 2009 über das Meer in den Jemen geflohen, berichtete das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) jetzt in Genf. Durch die im Mai wieder ausgebrochenen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und islamischen Milizen wurden bislang 232.000 Somalier vertrieben.

Turks- und Caicos-Inseln

Providenciales/Miami (epo.de). - Vor den Turks- und Caicos-Inseln in der Karibik sind bis zu 85 haitianische Flüchtlinge ertrunken. Ihr völlig überladenes Segelboot sei gekentert, berichtete die US-Küstenwache am Dienstag in Miami. 113 Migranten hätten sich auf zwei Riffe drei Kilometer südöstlich der Caicos-Insel retten können und seien geborgen worden, teilte die Küstenwache mit.
oecd migration outlookBerlin (epo.de). - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für 2009 infolge der globalen Wirtschaftskrise erstmals seit den 1980er Jahren einen deutlichen Rückgang der Arbeitsmigration. In Irland, Spanien oder Großbritannien ist diese Entwicklung bereits in vollem Gange, heißt es im Internationalen Migrationsausblick, der am Dienstag in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. OECD-Generalsekretär Angel Gurría warnte vor einer Abschottung gegen Migration und rief zu einer bedarfsgerechten, fairen und effektiven Migrations- und Integrationspolitik auf.
unhcrGenf (epo.de). - Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) hat die Europäische Union aufgefordert, die Asylregelungen zu harmonisieren. Qualität und Solidarität im Bereich des Flüchtlingsschutzes müssten verbessert werden, erklärte das UNHCR am Dienstag in Genf. Die am Mittwoch beginnende schwedische EU-Ratspräsidentschaft komme zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die zukünftige Entwicklung, heißt es in einem neuen UNHCR-Papier mit Empfehlungen für das EU-Arbeitsprogramm im nächsten halben Jahr.
Ugandischer FlüchtlingGenf/Berlin (epo.de). - Kriege, gewaltsame Konflikte, politische Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen haben im vergangenen Jahr weltweit 42 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Das geht aus dem Bericht "Global Trends" des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) hervor, der am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde. Nach der Weltjahresstatistik gab es Ende letzten Jahres 16 Millionen Flüchtlinge und Asylsuchende sowie 26 Millionen Binnenvertriebene, also Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes fliehen mussten.
Flüchtlinge auf dem Weg nach Italien. Foto: UNHCR/A. di LoretoBerlin (epo.de). - Die Harmonisierung des europäischen Flüchtlingsrechts ist eines der Themen des 9. Berliner Symposiums zum Flüchtlingsschutz, das am Montag in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin begann. Amnesty International und PRO ASYL kritisierten zum Auftakt, Deutschland blockiere notwendige Reformen des europäischen Flüchtlingsrechts und entziehe sich zunehmend seiner Verantwortung, Schutzbedürftige in Deutschland aufzunehmen.
Roberto MaroniRom (epo.de). - Die italienische Regierung hat erneut rund 240 Bootsflüchtlinge nach Libyen geschickt, ohne ihnen eine Chance auf ein Asylverfahren zu geben. Die Boat People seien in internationalen Gewässern aufgegriffen und sofort nach Libyen gebracht worden, sagte Innenminister Roberto Maroni (Foto), der der ausländerfeindlichen Lega Nord angehört. Maroni kündigte an, dieser harte Kurs werde fortgesetzt, bis der Ansturm nachlasse.
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