Migration

südwind studie grenzen 2016

Bonn. - Im Jahr 2015 war der Eindruck entstanden, dass alle Migranten und Geflohenen weltweit nach Deutschland wollten. Plötzlich schien die ganze Welt in Bewegung gekommen zu sein. Doch, so zeigt die neue SÜDWIND-Studie "Grenzen überwinden. MigrantInnen auf dem Weg nach Europa", dieser Eindruck täuscht. Weder die ganze Welt migriert, noch wollen alle Menschen, die migrieren, nach Europa oder Deutschland. "Gemessen an der Gesamtzahl der Weltbevölkerung liegt der Anteil der MigrantInnen über lange Zeiträume gesehen relativ stabil bei etwas über drei Prozent.", so die Autorin der Studie, Dr. Sabine Ferenschild am Mittwoch in Bonn.

oxfamBerlin. - Im Vorfeld des Brüsseler EU-Gipfels, der am 20. und 21. Oktober stattfindet hat Oxfam eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik der Europäischen Union gefordert. In dem aktuellen Bericht "Causing suffering and problems: Europe’s approach to migration" stellt Oxfam Europa ein vernichtendes Zeugnis aus. Drei Beispiele: Der Zugang von Geflüchteten zu medizinischer Versorgung und Rechtshilfe ist häufig unzureichend, Programme zur Familienzusammenführung sind willkürlich und Minderjährige werden oft wochenlang unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten.

ai orgBern.- In Ungarn werden Menschen auf der Flucht schlecht behandelt, ihnen wird der Zugang zu einem Asylverfahren erschwert. Tausende von Asylsuchenden, darunter auch unbegleitete Minderjährige, sind der Willkür der ungarischen Behörden schutzlos ausgeliefert. Sie werden Opfer von Misshandlungen, illegalen Rückschaffungen und willkürlichen Verhaftungen. Das Vorgehen der ungarischen Behörden hat laut Amnesty International System: Asylsuchende sollen durch eine solche Behandlung abgeschreckt werden. Das dokumentiert die Organisation in ihrem aktuellen Bericht "Stranded hope: Hungary’s sustained attack on the rights of refugees and migrants".

amnesty refugees worldwide

London. - Die reichen Länder haben bislang in der Flüchtlingskrise versagt und wollen sich aus der Verantwortung stehlen. 56 Prozent der Flüchtlinge weltweit sind auf gerade einmal 10 Staaten verteilt, die weniger als 2,5 Prozent des weltweiten BIP erwirtschaften. Dies geht aus einer Studie zur weltweiten Flüchtlingskrise hervor, die Amnesty International am Dienstag veröffentlicht hat.

care neuNew York. - Nach dem UN-Gipfel in New York hat die Hilfsorganisation CARE konkrete Handlungen zum Schutz von Flüchtlingen gefordert. "Der Gipfel war ein positiver Schritt in die richtige Richtung, aber beim heutigen Folgegipfel müssen konkrete Zusagen gemacht werden", so CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. Die Regierungsvertreter waren im Rahmen der UN-Generalversammlung zusammengekommen, um eine Resolution zur globalen Flüchtlingskrise zu verabschieden.

Back to Top