Migration

Im Jemen gestrandete Bootsflüchtlinge. Foto: UNHCR

Bonn (epo.de). - Der Golf von Aden ist aufgrund der eskalierenden Piraterie am Horn von Afrika in den Schlagzeilen. Kaum beachtet wird jedoch die Tragödie von Zehntausenden Flüchtlingen, in erster Linie Somalis, die versuchen Armut, Krieg und Verfolgung in ihren Ländern zu entkommen. Im Jahr 2008 wagten nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfe bisher mehr als 38.000 Menschen die lebensgefährliche Überquerung des Golf von Aden in zerbrechlichen Booten, um in den Jemen zu gelangen. Mehr als 600 Menschen starben bei dem Versuch.

Christoph Butterwegge/Gudrun Hentges (Hg.)
Massenmedien, Migration und Integration
Wiesbaden, (VS - Verlag für Sozialwissenschaften) 2006

In der aktuellen Diskussion über Zuwanderung, aber auch das Verhältnis des Westens zum Islam bzw. zu den Muslimen spielen die Massenmedien eine Schlüsselrolle. Sie filtern für die Meinungsbildung wichtige Informationen und beeinflussen so das Bewusstsein der Menschen, denen sich die gesellschaftliche Realität zunehmend über die Rezeption von Medien erschließt. Medien liefern nicht nur (Zerr-)Bilder von Migrant(inn)en und ethnischen Minderheiten, die das Denken und Handeln der Einheimischen negativ beeinflussen, sondern prägen auch deren Haltung im Hinblick auf Modelle für das Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion, indem sie Möglichkeiten bzw. Grenzen der Integration ausloten und öffentliche Debatten darüber organisieren.

GCIMNew York (epo). - With the number of international migrants now standing at nearly 200 million - equivalent to the fifth most populous country on earth, Brazil - and set to increase in the years ahead, there is a vital need for enhanced cooperation at both the national and international levels, according to a United Nations-backed report issued today.

WeltbankWashington (epo). - Die Überweisungen von Migranten aus Entwicklungsländern verringern die Armut in den Heimatländern teilweise beträchtlich. Gleichzeitig hätten vor allem die kleineren Herkunftsländer mit niedrigem Einkommen aber eine massive Abwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskräfte zu verkraften, heißt es in einem neuen Bericht der Weltbank mit dem Titel "International Migration, Remittances and the Brain Drain". Die Überweisungen an ihre Familien hätten mitunter beträchtlich höhere Durchschnittseinkommen zur Folge, weist die Forschungsabteilung der Weltbank anhand von Fallstudien in Mexiko, Guatemala und den Philippinen nach.

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