Migration

oxfamBerlin. - Im Vorfeld des Brüsseler EU-Gipfels, der am 20. und 21. Oktober stattfindet hat Oxfam eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik der Europäischen Union gefordert. In dem aktuellen Bericht "Causing suffering and problems: Europe’s approach to migration" stellt Oxfam Europa ein vernichtendes Zeugnis aus. Drei Beispiele: Der Zugang von Geflüchteten zu medizinischer Versorgung und Rechtshilfe ist häufig unzureichend, Programme zur Familienzusammenführung sind willkürlich und Minderjährige werden oft wochenlang unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten.

amnesty refugees worldwide

London. - Die reichen Länder haben bislang in der Flüchtlingskrise versagt und wollen sich aus der Verantwortung stehlen. 56 Prozent der Flüchtlinge weltweit sind auf gerade einmal 10 Staaten verteilt, die weniger als 2,5 Prozent des weltweiten BIP erwirtschaften. Dies geht aus einer Studie zur weltweiten Flüchtlingskrise hervor, die Amnesty International am Dienstag veröffentlicht hat.

care neuNew York. - Nach dem UN-Gipfel in New York hat die Hilfsorganisation CARE konkrete Handlungen zum Schutz von Flüchtlingen gefordert. "Der Gipfel war ein positiver Schritt in die richtige Richtung, aber beim heutigen Folgegipfel müssen konkrete Zusagen gemacht werden", so CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. Die Regierungsvertreter waren im Rahmen der UN-Generalversammlung zusammengekommen, um eine Resolution zur globalen Flüchtlingskrise zu verabschieden.

ai orgBern.- In Ungarn werden Menschen auf der Flucht schlecht behandelt, ihnen wird der Zugang zu einem Asylverfahren erschwert. Tausende von Asylsuchenden, darunter auch unbegleitete Minderjährige, sind der Willkür der ungarischen Behörden schutzlos ausgeliefert. Sie werden Opfer von Misshandlungen, illegalen Rückschaffungen und willkürlichen Verhaftungen. Das Vorgehen der ungarischen Behörden hat laut Amnesty International System: Asylsuchende sollen durch eine solche Behandlung abgeschreckt werden. Das dokumentiert die Organisation in ihrem aktuellen Bericht "Stranded hope: Hungary’s sustained attack on the rights of refugees and migrants".

Berlin. - Anlässlich des UN-Gipfels zu Flucht und Migration am 19. September in New York hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) gefordert, den Schutz und die Beachtung der Menschenrechte von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten in den Mittelpunkt zu stellen. Der Gipfel findet im Rahmen der UN-Vollversammlung statt. Rund 150 Staats- und Regierungschefs nehmen daran teil.

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