
„Die Nachbarländer Türkei, Libanon und Jordanien zeigen sich überaus hilfsbereit“, betonte van Zutphen von Welthungerhilfe. Allein die Türkei hat nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) über eine Million der 2,9 Millionen registrierten Flüchtlinge aufgenommen, Deutschland hingegen nur 40.000. „Seit die Syrer in den Flüchtlingslagern keinen Platz mehr finden, bringen Hunderttausende türkische Familien Flüchtlinge privat unter. Doch bald wird die Infrastruktur völlig überfordert sein.“
Mit im Irak eroberten Waffen versetzten die ISIS-Kämpfer nun auch die syrisch-türkische Grenzregion in Unruhe, wo besonders viele Flüchtlinge Schutz suchen. Die Welthungerhilfe habe bereits angefangen ihr Programm auszubauen. „Ein Ende des Konflikts ist noch nicht abzusehen“, bedauerte van Zutphen. „Daher werden wir die Flüchtlinge langfristig unterstützen, indem wir Gemeindezentren aufbauen und Bargeld statt Lebensmittel ausgeben, damit die Flüchtlinge ihre dringendsten Bedürfnisse eigenständig abdecken können. Außerdem ist die türkische Regierung daran interessiert, dass wir Schulen für syrische Kinder einrichten und ausstatten. Die Vertriebenen, die noch in Syrien leben, werden wir weiterhin mit Lebensmitteln sowie im Winter mit Matratzen und Decken versorgen.“
Gemeinsam mit People in Need (PIN) und lokalen Partnern unterstützt die Welthungerhilfe seit 2012 Flüchtlinge in Syrien und der Türkei, indem sie Nahrungsmittel und Haushaltsgeräte verteilt sowie provisorische Schulen einrichtet.
Quelle: welthungerhilfe.de



