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Irak: Wintervorbereitung für Flüchtlinge beginnt

caritasFreiburg. – Die Hilfsorganisation Caritas hat am Freitag im Irak mit der Winterhilfe für tausende Flüchtlinge und Vertriebene begonnen. „Es wird in wenigen Wochen sehr kalt werden, besonders in den Bergregionen. Wir müssen deshalb jetzt mit der Winterhilfe beginnen, sonst ist es zu spät. Die Menschen sind bei Temperaturen von 45 Grad Celsius geflohen, keiner ist auf Kälte vorbereitet“, berichtete Thomas Hoerz, der derzeit für Caritas international die Nothilfe im Irak koordiniert.

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, weitet die Flüchtlingshilfe im Irak deutlich aus und stellte nochmals 400.000 Euro zur Verfügung.

Besonders dringend gebraucht werden Heizöfen, Kerosin, Decken, warme Kleidung, Winterzelte und Dämmmaterial. Unter anderem benötigen zehntausende Flüchtlinge, die in fensterlosen Rohbauten sowie verlassenen Bauruinen Unterschlupf gesucht haben, Werkzeug und Baumaterial, mit dem ihre Notunterkünfte provisorisch gegen die Kälte abgedichtet werden können. Insgesamt mussten in diesem Jahr 1,8 Millionen Menschen vor der Gewalt im Irak fliehen. Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass eine Million Menschen auf Nothilfe angewiesen sind. Caritas bereitet sich in der Region auf langanhaltende Unterstützung für die Vertriebenen vor.

Bislang haben irakische Caritas-Helfer 35.000 Menschen mit Hilfsgütern erreichen können. Lücken in der Versorgung gilt es weiterhin in einigen regional schwer erreichbaren Dörfern und Städten zu schließen. Caritas kann dabei auf hunderte freiwillige Helfer in den Kirchengemeinden und deren exzellenten Ortskenntnisse zurückgreifen.

Caritas leistet seit 1992 Nothilfe im Irak. Anfang August dieses Jahres mussten drei ihrer Sozialzentren in Barthilla, Karakosch und Alkuosch nach Angriffen der IS-Terroristen geschlossen werden. Trotzdem setzten die Mitarbeiter ihre Nothilfe fort, die nun von Erbil, Dohuk und Kirkuk aus organisiert wird. Die lokalen Einrichtungen versorgen Flüchtlinge aller Glaubensrichtungen derzeit u.a. mit Medikamenten, Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Matratzen und Decken.

Quelle: caritas.de

 

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