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Konferenz in Kairo diskutiert Arabischen Frühling (2)

gizBonn. – Mehr als 130 Alumni der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nehmen teil an der Konferenz „Leadership in Transition: Opportunities through Change“ (Herrschaft im Übergang: Chancen durch Wandel), die vom 16. bis 19. Juni 2011 in Kairo stattfindet. Die Teilnehmer aus elf Ländern, unter ihnen auch Minister, diskutieren über die aktuellen Veränderungen in der Region und analysieren deren Auswirkungen auf die Entwicklungszusammenarbeit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen sowohl aus staatlichen Institutionen wie auch aus der Zivilgesellschaft. Die Konferenz führt die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch.

Der „Arabische Frühling“, der die autokratischen Herrscher in Tunesien und Ägypten zum Abdanken zwang, steht vor schwierigen Zeiten. Im Jemen und in Syrien lassen die Regime auf Demonstranten schießen, in Libyen herrscht Bürgerkrieg. Besonders bedeutsam, so die GIZ, wird die Entwicklung in Ägypten sein, dem größten Land in der MENA-Region (Middle East and North Africa). Sollte sich Ägypten tatsächlich eine demokratische Verfassung geben, wie es von den Vertretern der Zivilgesellschaft verlangt wird, könnte das auf die Nachbarländer ausstrahlen.

In dieser Situation will die GIZ ein Zeichen setzen und die Reformkräfte unterstützen. Die Alumni-Konferenz bietet deshalb auch die Möglichkeit, die besonders aktiven dieser Reformkräfte aus den verschiedenen Ländern zu identifizieren und sie miteinander zu vernetzen.

Die Alumnikonferenz findet großes Interesse in der MENA-Region: „Die Zahl der Anmeldungen ist hoch und täglich wird von weiteren Alumni der Wunsch nach einer möglichen Teilnahme geäußert“, sagt Magued Youssef, Leiter des GIZ-Regionalbüros in Kairo und einer der Organisatoren. „Wir haben mehr Anfragen als wir Teilnehmer einladen können.“

Diese Anfragen kommen sowohl aus Ländern, in denen sich die Menschen seit kurzem freier äußern können, als auch aus Ländern, in denen die Regierungen auf Gewalt statt auf Dialog setzen. „Wir haben offenbar mit dem Thema und dem Zeitpunkt die richtige Wahl getroffen“, so Henner Kirchner, Regionalkoordinator für Nahost und Nordafrika bei der GIZ in Bonn. „Es zahlt sich offenbar aus, dass wir diese Konferenz und insbesondere ihre Thematik aus einem Diskussionsprozess mit unseren Alumni heraus entwickelt haben. Und das Bedürfnis nach Diskussion und Austausch ist offenkundig ungebrochen.“

www.giz.de

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