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Proteste gegen Kanalbau in Nicaragua

amerika 21Managua. – In Nicaragua mehrt sich der Widerstand gegen den geplanten Bau eines Schifffahrtkanals zwischen dem karibischen Becken und dem Pazifik. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Samstag berichtet. Am Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) seien bis zu 5.000 Menschen gegen das Bauvorhaben mit chinesischer Beteiligung auf die Straße gegangen.

Die Mehrheit der Protestmarsch-Teilnehmer stammte aus jenen Regionen im Süden Nicaraguas, die vom Bau des Kanals direkt betroffen sind. Sie hätten Angst, ihr Haus und Land und damit ihre Existenzgrundlage zu verlieren, erklärten Einwohner von Ometepe gegenüber amerika21.

Auf der Vulkaninsel im Nicaraguasee soll ein riesiger Tourismuskomplex als Nebenprojekt des Kanals entstehen. Dass sie für den Verlust ihres Besitzes entschädigt werden sollen, ist für viele Betroffene zweitrangig, so amerika21. Auch befürchteten die Menschen in den südlichen Provinzen Rivas, Caribe Sur und Río San Juan beträchtliche Umweltschäden, vor allem am Nicaraguasee, der laut Schätzungen von Umweltschutzorganisationen bis zu 80.000 Anwohnern als Trinkwasserreserve dient. Mehr als 100 der 272 geplanten Kanal-Kilometer sollen durch den See führen.

Pressemitteilung des Lateinamerika-Portals amerika21.de
Den gesamten Beitrag finden Sie hier: https://amerika21.de/2014/12/109853/protest-gegen-kanalbau

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