
In den nun gescheiterten Verhandlungen weigerte sich die EU auf die von den USA und Entwicklungsländern wie Brasilien, Indien und Argentinien erhobenen Forderungen einzugehen. Diese hatten verlangt, dass die EU ihre Agrarmärkte weiter öffnet. „Wenn es keinen Fortschritt bei weiterer Marktöffnung gibt, müssen kleinere Entwicklungsländer auch nicht befürchten, dass ihre Märkte von billigen Agrarprodukten überschwemmt werden“, erklärt Luithlen. „Für viele Kleinbauern in der Dritten Welt ist dies wohl ein guter Tag.“
EU-Handelskommissar Peter Mandelson hatte bereits im Vorfeld der Verhandlungen seinen Spielraum ausgeschöpft und war von Frankreich und anderen EU-Mitgliedern an die kurze Leine genommen worden. Die Bundesregierung hatte sich dabei offenbar nicht an die Seite Frankreichs gestellt. „Wir sind gespannt, wie sich die Position der Bundesregierung unter einem CSU-Minister Horst Seehofer weiter entwickelt“, sagt Susanne Luithlen.




