
Während die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto die in Mexiko herrschende Gewalt, deren grausamer Ausdruck unter anderem das Gewaltsame Verschwindenlassen ist, seit ihrem Amtsantritt vor rund zwei Jahren de facto aus den Medien verbannte, hat sich die Situation kaum gebessert. So verwies Isabel Miranda, Präsidentin der Organisation „Stopp den Entführungen“ darauf, dass im vergangenen Jahr 2.818 Menschen als „entführt“ registriert wurden, 652 mehr als im Jahr 2013. Die mexikanische Regierung vermeidet nach Möglichkeit den völkerrechtlich verbindlichen Begriff des Verschwindenlassens, so auch im Fall der 43 Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa, die am 26. September verschleppt wurden. Diese hatte der Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam im Bemühen, das für die mexikanische Regierung unangenehme Thema aus der Welt zu schaffen, in der vergangenen Woche offiziell für tot erklärt.
Eine Delegation der Eltern der Lehramtsstudenten, ihrer Anwälte und Vertreter lokaler Menschenrechtsorganisationen trifft heute und morgen mit dem UN-Komitee zusammen und legt Dokumente vor, in denen dargelegt wird, warum die Suche nach den Studenten und die Ermittlungen zur Aufklärung der Umstände ihres Verschwindens nicht eingestellt werden dürfen.
(Dieser Artikel ist zuerst auf amerika21.de erschienen. Er wird im Rahmen einer Content-Partnerschaft auf epo.de publiziert.)
Foto: © hijosmexico.org




