
„Die Zahl liegt auf einem erschreckenden Niveau. Währenddessen hat die weltweite Aufmerksamkeit für das Schicksal der Kinder abgenommen“, sagte Müller. Es müsse alles dafür getan werden, Kinder vor Entführungen und Zwangsrekrutierungen zu schützen. Zudem müssten die Maßnahmen für die Reintegration von Kindersoldaten in die Gesellschaft verstärkt werden, forderte Müller. „Mit ihrem Ausscheiden aus den Milizen ist das Leiden für ehemalige Kindersoldaten noch lange nicht vorbei“, sagte Müller. Hilfsprojekte bräuchten einen „langen Atem“. Die Caritas kümmert sich derzeit im Ostkongo um die Reintegration von ehemaligen Kindersoldaten. Hier werden derzeit rund 850 Kinder von lokalen Caritas-Mitarbeitern betreut.
Zuvor konnten bereits etwa in Norduganda Erfolge bei der Wiedereingliederung der früheren Kämpfer in die Gesellschaft erzielt werden. Den Fokus legt die Caritas bei ihren Projekten auf die Aufklärung über Kinderrechte, auf die medizinisch- psychologische Betreuung und auf die Eingliederung in Familien oder Dorfgemeinschaften. Aber auch nachdem ehemalige Kindersoldaten in ihre Familie zurückgekehrt sind, unterstützt die Caritas die Kinder dabei, die Schule wieder aufzunehmen oder einen Beruf zu erlernen.
Quelle: caritas-international.de



