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Gewerkschaften: Sprachenvielfalt und Jobs der Deutschen Welle erhalten

DW Sprachen - Eigenwerbung der Deutschen Welle

Berlin. – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und ver.di habe den Intendanten der Deutschen Welle aufgefordert, sich aktiv für den Erhalt der Sprachenvielfalt und der journalistischen Arbeitsplätze bei dem deutschen Auslandssender einzusetzen. Die Unterfinanzierung des deutschen Auslandsrundfunks und die Sparpläne von Intendant Peter Limbourg gefährdeten die Deutsche Welle in ihrem Bestand, kritisierte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken am Freitag in Berlin.

„Wenn das Streichkonzert Wirklichkeit wird, stehen zehn Sprachredaktionen in Bonn vor dem Aus und droht den linearen Fernsehprogrammen in Spanisch, Arabisch und Deutsch in Berlin das Ende“, betonte Konken. Neben angestellten Redakteuren bei der Deutschen Welle (DW) seien davon auch zahlreiche freie Journalistinnen und Journalisten betroffen, die für den Sender im Einsatz seien.

Der DJV-Vorsitzende bedauerte, dass der Intendant des Senders bisher alle berechtigten Einwände gegen seine Sparpläne vom Tisch gewischt habe: „Verantwortung für Deutschlands Stimme in der Welt und für die Mitarbeiter des Senders sieht anders aus.“ Konken rief die angestellten und freien Journalisten der Deutschen Welle auf, an der Protestveranstaltung am 23. Februar um 14 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn teilzunehmen. Das Motto lautet: „Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!“

Der DJV ist Mitorganisator der Kundgebung. Zu den Protesten unter dem Motto „Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht“ ruft ein gewerkschaftlicher Aktionskreis auf, darunter auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

„Die Deutsche Welle hat ein einzigartiges Angebot an verschiedensprachigen Sendern. Diese Sprach- und Programmvielfalt sowie die Arbeitsplätze sind durch die Unterfinanzierung der Deutschen Welle massiv bedroht“, sagte Wolfang Uellenberg-van Dawen (ver.di), Vertreter der Gewerkschaften im DW-Rundfunkrat. Der Auslandssender muss endlich ausreichend finanziert werden und seine Programmvielfalt erhalten bleiben. Sonst ist der gesetzliche Auftrag der Deutschen Welle gefährdet, das Verständnis und den Austausch der Kulturen und Völker zu fördern. Dieser Auftrag wird angesichts wachsender geopolitischer Spannungen immer wichtiger.“

Als Folge der Unterfinanzierung erleide die DW bereits seit Jahren einen personellen Aderlass. Allein im vergangenen Jahr hätten rund 300 freie Mitarbeiter ihre Arbeit verloren oder ihnen seien die Aufträge massiv gekürzt worden, berichtete die dju.

Das gewerkschaftliche Aktionsbündnis fordert im Einzelnen eine aufgabengerechte Finanzierung der DW und keinen weiteren Personalabbau, den Erhalt der Sprachenvielfalt und der deutschsprachigen Angebote und ein breites multimediales Angebot einschließlich linearer TV-Angebote in den Kernsprachen.

Grafik: Screenshot / DW

Quellen: www.djv.de | www.verdi.de

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