
„Wir schämen uns zutiefst für Österreich“, so Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt. „Und wir würden uns wünschen, dass langfristig völlig neue Konzepte gefunden werden, wie wir in unserer Gesellschaft und international mit Flüchtlingen – mit unseren Brüdern und Schwestern – umgehen. Es ist unerträglich, dass Zigtausende Menschen für Jahrzehnte in Flüchtlingslagern in der Wüste leben müssen, buchstäblich im Niemandsland. Dass dort Kinder geboren werden, die möglicherweise in ihrem ganzen Leben aus diesen Flüchtlingslagern nicht hinauskommen. Und es ist genauso unerträglich, wie unsere eigene Gesellschaft in Europa und in Österreich mit Flüchtlingen umgeht, mit Mitmenschen in großer Not. Flüchtlingshilfe muss langfristig neu gedacht, neu konzipiert werden – da wie dort. Was wir hier in Österreich momentan brauchen ist eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft, in der sich Türen, Herzen und Geldbörsen öffnen – quer über alle Weltanschauungen hinweg.“
Auch Eva Kern, Geschäftsführerin des von Jugend Eine Welt, den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern gemeinsam getragenen Don Bosco Flüchtlingswerkes verurteilt die Zeltunterbringung von Flüchtlingen in Österreich aufs Schärfste: „Die Unterbringung von Flüchtlingen ist kein Gnadenakt. Dabei müssen Menschenrechte und Kinderrechte gewahrt werden. Mit der Unterbringung in Zelten wird den Menschen, die ohnehin nichts mehr haben, das Letze genommen, das ihnen noch geblieben ist: ihre Würde.“
=> Jugend Eine Welt Hilfsprojekt im Kakuma-Flüchtlingslager in Kenia
=> Don Bosco Reportage über das Kakuma-Flüchtlingslager




