
„Daher erwarten wir in Bonn zum einen substanzielle Fortschritte beim Vertragstext. Zum anderen sollten bis jetzt zumindest schon alle Industriestaaten ihre Klimaschutzbeiträge für Paris vorgestellt haben. Da fehlen zum Beispiel noch die Ankündigungen von Japan und Australien.“
LANGFRISTIGES ZIEL: AUSSTIEG AUS FOSSILEN ENERGIEN BIS MITTE DES JAHRHUNDERTS
Ein halbes Jahr vor Paris gibt es zwar einen Vertragsentwurf, dieser ist aber noch weit entfernt von einem internationalen Rechtsdokument. Weltweit mehrten sich zuletzt jedoch Zeichen, die Anlass zu Hoffnung geben: Erneuerbare Energien werden wettbewerbsfähig. Erstmals sind 2014 die weltweiten CO2-Emissionen trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums nicht gestiegen. Zudem hat China zum ersten Mal weniger Kohle verbrannt als im Jahr zuvor. „Das Ergebnis von Paris muss den weltweiten Trend zu klimafreundlicher Entwicklung stabilisieren und beschleunigen“, sagte Bals. „Die weltweite Energiewende ist machbar.“ Dies könne aber nur gelingen, wenn in Paris das klare Langfristziel ausgesprochen wird, bis Mitte des Jahrhunderts aus den fossilen Energien auszusteigen.
Ein erstes solches Signal kann nicht in Bonn, aber schon am 7. und 8. Juni beim G7-Gipfel in Elmau gesetzt werden. Christoph Bals: „Die G7 muss ein Zeichen für den Ausstieg aus den fossilen Energien bis Mitte des Jahrhunderts setzen.“
Quelle: germanwatch.org



