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Friedensinitiative für Syrien: Situation in Libanon und Jordanien verschärft sich weiter

wv

Friedrichsdorf. – Eine sofortige Friedensinitiative, um den Krieg in Syrien zu beenden, hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision anlässlich des internationalen Tags des Friedens (21.September) gefordert. Angesichts immer neuer Kämpfe auch in größeren Städten wie Aleppo werden immer mehr Menschen gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. Doch auch in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern verschlechtert sich die Versorgungslage zunehmend.

Für die Versorgung von Flüchtlingen etwa in den Lagern in Jordanien, im Libanon und in der Türkei steht immer weniger Geld zur Verfügung, berichten die World Vision Mitarbeiter vor Ort. Das liege vor allem daran, dass ein großer Teil der zugesagten Hilfsgelder noch nicht ausgezahlt wurde.

„Um die Flüchtlinge zu versorgen, benötigen wir allein in diesem Jahr Finanzmittel in Höhe von 7,5 Milliarden US-Dollar. Davon ist noch nicht einmal die Hälfte ausgezahlt worden“, erklärte Ekkehard Forberg, Friedensexperte von World Vision. „Die UNO hat schon die Versorgungssätze für einen Flüchtling von 30 US-Dollar pro Monat auf 12 Dollar heruntergesetzt. Das ist viel zu wenig, um die Menschen anständig zu versorgen.“

Mittlerweile bekommen ein Drittel der 600.000 syrischen Flüchtlinge in Jordanien gar keine Unterstützung mit Gutscheinen zur Essensversorgung mehr. „Die Menschen sind dann völlig auf sich allein gestellt oder auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen.“, so Ekkehard Forberg. „Das erhöht den Druck noch zusätzlich, etwa nach Europa zu fliehen.“

Eine dauerhafte Lösung der Flüchtlingskrise könne nur durch eine erfolgreiche Friedensinitiative für Syrien erreicht werden. Ekkehard Forberg: „Auch das Abkommen der USA mit Iran, einer wichtigen Macht in der Region, ermöglicht es, neue Ansätze für Friedensgespräche zu finden. Eine militärische Lösung zur Beendigung des Krieges in Syrien gibt es nicht, nur diplomatische Mittel sind erfolgsversprechend.“ Auch Außenminister Steinmeier solle in Gesprächen mit seinen Amtskollegen noch stärker auf eine politische Lösung hinwirken. „Gerade Deutschland mit seinem hohen Ansehen in der Region kann in diesem Konflikt sehr positiv gestalten“, so Forberg.

Am 27. September werden in New York die neuen Nachhaltigkeitsziele der UNO (SDGs) verabschiedet. Erstmals ist eines der Ziele die Schaffung von Frieden. Ekkehard Forberg: „Eine Friedensinitiative für Syrien wäre ein guter Anfang zur Umsetzung dieses Ziel.“

Quelle: http://www.worldvision.de

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